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Lisa Thomaidis tritt als Bundestrainerin zurück – DBB-Frauen suchen Nachfolge elf Monate vor Heim-WM 2026 in Berlin
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Update 10/10/2025 um 13:05 GMT+2 Uhr
Rund elf Monate vor der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin stehen die deutschen Basketballerinnen ohne Bundestrainerin da. Wie der Deutsche Basketball Bund (DBB) am Freitag mitteilte, haben sich Verband und die bisherige Cheftrainerin Lisa Thomaidis einvernehmlich auf eine vorzeitige Vertragsauflösung geeinigt, was einen Trainerwechsel im deutschen Basketball-Nationalteam vor der WM 2026 bedeutet.
Lisa Thomaidis ist elf Monate vor der Heim-WM nicht mehr Basketball-Nationaltrainerin
Fotocredit: SID
Satou Sabally und Co. in Berlin auf Medaillenjagd, die US-Stars um Caitlin Clark in der Hauptstadt - doch 329 Tage vor der heiß erwarteten Heim-Weltmeisterschaft gerät der Deutsche Basketball Bund (DBB) nun unter Druck.
Nach vielversprechenden Jahren des Aufwinds steht die Nationalmannschaft rund elf Monate vor dem großen Highlight plötzlich ohne Bundestrainerin da.
Wie der DBB am Freitag mitteilte, haben sich Verband und die bisherige Cheftrainerin Lisa Thomaidis einvernehmlich auf eine vorzeitige Vertragsauflösung geeinigt.
Grund sei ihre berufliche Belastung als Trainerin an der University of Saskatchewan in ihrer Heimat Kanada. Jene sei mit den umfangreichen WM-Vorbereitungen nicht vereinbar.
DBB-Präsident Ingo Weiss dankbar
"Ich bedanke mich ganz herzlich bei Lisa Thomaidis für die hervorragende Arbeit, die sie bei uns geleistet hat. Leider passen die Rahmenbedingungen jetzt nicht mehr zusammen. Ich wünsche ihr alles erdenklich Gute", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss.
DBB-Vize Armin Andres ergänzte: "Lisa hat den Damenbasketball in Deutschland in den vergangenen Jahren wachgeküsst. Sie hat eine Aufbruchstimmung ausgelöst und dafür gebührt ihr großer Dank. Wir kümmern uns nun zeitnah um die Nachfolge von Lisa Thomaidis."
Olympia-Qualifikation und Platz 5 bei EM
Thomaidis hatte das Amt 2023 übernommen, unter ihr befand sich die deutsche Nationalmannschaft stark im Aufschwung.
Nach Platz sechs bei der EM 2023 qualifizierte sich das DBB-Team im Vorjahr erstmals für Olympia und schaffte es in Paris mit tollen Erfolgen wie gegen Europameister Belgien bis ins Viertelfinale. Bei der EM in diesem Jahr fuhren die Deutschen mit Rang fünf ihre beste Platzierung seit Bronze 1997 ein.
Fiebich kritisiert Doppelbelastung
Dass Thomaidis neben ihrer Bundestrainer-Tätigkeit weiterhin am College arbeitete, war in der jüngeren Vergangenheit durchaus kritisch bemerkt worden. "Wir haben immer noch keine hauptamtliche Bundestrainerin im A-Kader", hatte Nationalspielerin Leonie Fiebich im Sommer der "Süddeutschen Zeitung" gesagt.
"Sie ist zwar langfristig im Amt, aber arbeitet nebenbei am College in Kanada und schafft es nicht, mal bei uns Spielerinnen vorbeizuschauen. Sie hat nicht die Kapazitäten, wie Gordie (Gordon Herbert, Weltmeistertrainer der Männer/d. Red.) sie hatte." Unter derartigen Umständen sei es "für uns als DBB-Team weiterhin schwierig, auch mit Blick auf die Heim-WM 2026".
WNBA-Stars Sabally und Fiebich auf dem Weg zur Heim-EM
Mit zahlreichen WNBA-Spielerinnen verfügt Deutschland über seine bislang wohl talentierteste Generation im Frauenbereich. Während Nyara Sabally und Fiebich im Vorjahr mit New York Liberty die WNBA-Meisterschaft gewonnen, steht in diesem Jahr Satou Sabally mit Phoenix Mercury im Finale.
Für das WM-Turnier in der Heimat (4. bis 13. September 2026) haben alle deutschen Stars bereits ihren Willen zur Teilnahme bekundet, nachdem die Saballys bei der EM zuletzt gefehlt hatten. In Bestbesetzung soll im Idealfall eine Medaille her. Nur wer dann an der Seitenlinie steht, bleibt abzuwarten.
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(SID)
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Quelle: Perform
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