Eurosport
Mumbrú verneigt sich vor Voigtmann: "Eine Legende"
Von
Publiziert 26/08/2026 um 16:11 GMT+2 Uhr
Nach dem Rücktritt von Johannes Voigtmann aus der Nationalmannschaft hat Bundestrainer Àlex Mumbrú den Hut vor dem Welt- und Europameister gezogen. "Er ist eine Legende, war ein super wichtiger Spieler für uns. Nicht nur auf dem Parkett, nicht nur neben dem Parkett", sagte der Spanier vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande am Donnerstag (20.00 Uhr/MagentaTV) in Köln.
Àlex Mumbrú und Johannes Voigtmann
Fotocredit: SID
Voigtmann (33) hatte Anfang der Woche bekannt gegeben, dass für ihn nach 128 Einsätzen Schluss ist.
Der gebürtige Eisenacher wird im Rahmen des anstehenden Länderspiels verabschiedet. "Wir werden für eine besondere Atmosphäre sorgen", versprach Mumbrú. Denn Voigtmann sei "einer der Jungs, die für die erfolgreichsten Jahre im Nationalteam gesorgt haben. Eine sehr gute Person, ein sehr guter Spieler."
Auch Johannes Thiemann, der an Voigtmanns Seite 2022 EM-Bronze, 2023 WM- und 2025 EM-Gold geholt hatte, würdigte seinen langjährigen Teamkollegen. "Es ist natürlich schade. Weil Jo einfach ein unglaublich guter Basketballer ist", sagte Thiemann, Voigtmann sei "ein krasser Typ, krasser Mensch, krasser Leader, der eine unglaubliche Lücke im Team hinterlassen wird. Natürlich respektieren wir alle die Entscheidung." Thiemann, für den der Rückzug "ein bisschen abzusehen" war, spielt weiter mit Voigtmann zusammen - nun aber beim FC Bayern.
Louis Olinde ist "sehr traurig, aber auch sehr dankbar für die Zeit, in der ich mit ihm spielen konnte. Ich habe es immer sehr genossen - ein unglaublicher Teammate" sagte der Nationalspieler. Voigtmann sei "ein Leader, jemand, der für den deutschen Basketball steht und unglaublich geprägt hat". Er sei "Europameisterschaftsdritter, Weltmeister, Europameister" und habe "zweimal Olympia gemacht", das allein spreche für sich: "Ein Riesenspieler, vor dem ich ganz viel Respekt habe. Er kann stolz auf seine Karriere sein."
Es kamen "viele Faktoren zusammen. Deshalb ist genau jetzt der richtige Moment", so Voigtmann zu seiner Entscheidung: "Ich hatte meinen Abschluss, und das war super. Der Trainer hat jetzt auch viele weitere Spieler, die sich anschicken, eine Rolle in der Nationalmannschaft zu spielen. Ich glaube, es ist auch ganz wichtig, dass da jetzt viele nachkommen."
Voigtmann freut sich auf den Abschied in der Lanxess Arena, freut sich, "die Jungs mal wieder zu sehen, weil sie halt so ein Faktor sind, der nicht so einfach abzuschließen war. Die Zeit mit ihnen werde ich vermissen. Wie emotional es wird, werden wir sehen. Eigentlich bin ich keiner, den es übermannt, aber ich war auch noch nicht so oft in so einer Situation."
(SID)
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung