Golden State Warriors schreiben Geschichte: "Werden uns an diese Nacht erinnern"

Stephen Curry lächelte entspannt. Der Spielball aus dem historischen 92:86 seiner Golden State Warriors bei den San Antonio Spurs lag schon sicher verwahrt in seinem Spind. "Das habe ich letztes Jahr gelernt. Wirf ihn nicht weg, wenn etwas Gutes passiert", sagte der Basketball-Superstar der "Dubs".

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Der 27-Jährige hätte allerdings auch Beschreibungen wie herausragend, sensationell oder fantastisch benutzen können: Mit dem 72. Saisonsieg egalisierte der NBA-Champion den für unerreichbar gehaltenen Rekord der Chicago Bulls aus der Ära Michael Jordan und beendete so ganz nebenbei auch noch die beeindruckende Heimserie der Spurs.
"Unser Ziel ist die Meisterschaft. Aber wir haben uns natürlich in eine super Position gebracht. Wir können die Hauptrunde mit einem Sieg beenden und etwas tun, was bisher noch kein Team in der Geschichte geschafft hat", sagte Curry. Am Mittwoch trifft das Team aus dem kalifornischen Oakland zu Hause auf die Memphis Grizzlies und könnte mit dem 73. Sieg die seit der Spielzeit 1995/96 bestehende Bestmarke auslöschen.

Heimpleiten gegen Celtics und "Wolves"

Der Hauptrundenprimus, der bisher erst neun Niederlagen kassierte, hatte im Endspurt der Rekordjagd ein wenig gewackelt: Im April gab es Heimpleiten gegen die Boston Celtics (106:109) und die Minnesota Timberwolves (117:124). Nicht wenige hatten damit gerechnet, dass San Antonio auch im 40. Heimspiel der Saison triumphieren würde. Doch dann kam Curry.
Mit 37 Punkten führte der MVP der vergangenen Saison seine Mannschaft zum Sieg. Davor war Curry gleich dreimal in Folge unter seinem herausragenden Durchschnittswert von 29,9 Zählern geblieben. Im entscheidenden Moment war auf den Sohn des früheren NBA-Profis Dell Curry aber Verlass.
Zuletzt hatte Golden State 1997 eine Begegnung der Hauptrunde in San Antonio gewonnen. Die Spurs gehören als Zweiter im Westen auch in dieser Spielzeit zu den Titelkandidaten und könnten im Conference-Finale erneut Gegner der Warrior sein.
Die Bedeutung des historischen Erfolgs für die K.o.-Phase wollte Curry nicht überbewerten: "Wir haben noch eine Menge Herausforderungen zu bestehen. Aber das hilft für die Play-Offs auf jeden Fall. Wir werden uns dann an diese Nacht erinnern, das gibt uns Selbstvertrauen."

"Geht und holt den Rekord"

Doch zunächst gilt es, die Bestmarke zu knacken - mit dem Segen von "His Airness" Jordan. "Mike hat mir beim All-Star-Wochenende gesagt: Geht und holt euch den Rekord. Wenn ihr das nicht schafft, werde ich ziemlich sauer sein und euch zur Verantwortung ziehen", sagte Forward Draymond Green.
Mit dieser Meinung steht Jordan allerdings im Kreise der Bulls-Legenden ziemlich allein da. Unlängst äußerte sich Scottie Pippen zu dem Thema und war sich sicher, dass seine Meistertruppe die Mannschaft um Curry und Green in den Play-offs in vier Spielen vom Platz gefegt hätte. Eine Antwort auf diese Frage wird es nie geben.
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