NBA: Kevin Durant wechselt zu den Brooklyn Nets

Paukenschlag bei der Eröffnung des Transferfensters in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA: Superstar Kevin Durant verlässt die Golden State Warriors und wechselt zu den Brooklyn Nets. Das gab der 30-Jährige in der Nacht zu Montag bekannt. Durant, der drei Jahre für die Warriors spielte, soll in New York in vier Jahren 164 Millionen Dollar (145 Millionen Euro) verdienen.

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Kevin Durant hatte es durchaus eilig. Zwei Minuten war die Transferperiode in der NBA gerade geöffnet, da gab der Basketball-Superstar den Startschuss für eine Wahnsinnsnacht. "Kevin Durant unterschreibt bei den Brooklyn Nets", teilte der zweimalige Finals-MVP auf dem Instagram-Account seines Business-Netzwerkes The Boardroom mit - und die beste Basketball-Liga der Welt spielte nach dem Mega-Transfer des Langzeitverletzten verrückt: Allein am ersten Tag der sogenannten Free Agency investierten die Vereine drei Milliarden US-Dollar.

Neues Superstar-Trio bei den Nets

Auf den 30-jährigen Durant, der wegen eines Achillessehnenrisses wahrscheinlich die komplette Saison 2019/20 zum Zuschauen verdammt ist, entfallen in den kommenden vier Jahren alleine 164 Millionen Dollar Gehalt (umgerechnet rund 145 Millionen Euro) für seinen Wechsel von Vizemeister Golden State Warriors in den Big Apple.
Und die Nets belassen es nicht bei ihm allein. Neben dem viermaligen NBA-Topscorer schnüren künftig auch Spielmacher Kyrie Irving (Boston Celtics) und Durants Kumpel DeAndre Jordan (New York Knicks) die Schuhe für Brooklyn.
Der Wettanbieter Caesars Sportsbook setzte die Quote für den Titelgewinn der Nets sofort von 25:1 auf 18:1 herab - die fünftniedrigste Quote der Liga. Und das, obwohl das Team des russischen Klubbesitzers Michail Protschorow in den vergangenen zwölf Jahren achtmal die Play-offs verpasste und nie über das Conference-Halbfinale hinauskam.
Ihren Wandel zum ernsthaften Meisteranwärter ließen sich die Nets auch einiges kosten. Neben Durant erhält auch Irving einen Maximalvertrag, der ihm in den kommenden vier Jahren 141 Millionen US-Dollar einbringt, Jordan erhält im selben Zeitraum 40 Millionen US-Dollar.
Die Warriors, die ihren zweitbesten Punktesammler Durant mit einem neuen Fünfjahresvertrag über 221 Millionen US-Dollar erneut ködern wollten, reagierten sofort auf den Abgang und lockten Point Guard D'Angelo Russell aus Brooklyn mit einem Vierjahresvertrag über 117 Millionen Dollar. Zudem stattete der sechsmalige Meister Dreierspezialist Klay Thompson für die nächsten fünf Jahre mit einem neuen 190-Millionen-Dollar-Kontrakt aus.

Ein Dutzend Verträge über 100 Millionen-Dollar

Der sechsmalige Allstar Anthony Davis von den New Orleans Pelicans könnte noch in dieser Woche einen langfristigen Maximalvertrag bei den Los Angeles Lakers unterschreiben und mit LeBron James ein Superstar-Duo bilden. Im Zuge dieses Deals würden die Lakers nach Angaben des ausgezeichnet informierten Experten Adrian Wojnarowski vom amerikanischen TV-Sender ESPN unter anderem die beiden deutschen Profis Moritz Wagner und Isaac Bonga an die Washington Wizards abgeben.
Insgesamt einigten sich die Klubs bereits am ersten Tag der Free Agency mit zwölf Spielern auf Verträge mit einem Volumen jenseits der 100-Millionen-Dollar-Marke. Die Deals von Damian Lillard (verlängert in Portland) und Khris Middleton (verlängert in Milwaukee) reichten sogar fast an die 200-Millionen-Grenze heran.
In eine ähnliche Dimension dürfte auch Kawhi Leonard vordringen. Der wertvollste Spieler der diesjährigen Finalserie ließ einen Verbleib bei Meister Toronto Raptors bislang offen, er liebäugelt als Free Agent mit einem Wechsel zu den Los Angeles Clippers. Leonard besitzt seit Jahresbeginn bereits ein 13 Millionen Dollar teures Anwesen in Kalifornien, was die Gerüchteküche zusätzlich anheizte. Das sommerliche Stühlerücken ist wohl noch lange nicht zu Ende.
(SID)
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