"Mega-Deal" oder "Blockbuster-Trade": Nachdem James Harden die wochenlange Hängepartie beendet und endlich bei den Brookyln Nets unterschrieben hatte, übertrafen sich die US-Medien mit immer neuen Superlativen.

Ja, der Superstar wechselt tatsächlich innerhalb der NBA von den Houston Rockets zu den Nets - und er tritt damit eine wahre Lawine los. Neben den Nets und den Rockets sind auch die Indiana Pacers und die Cleveland Cavaliers involviert.

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"Einen Spieler dieses Formats zu bekommen, steigert unsere Chancen, mit den Besten der Liga mitzuhalten", sagte Sean Marks, General Manager bei den Nets: "James ist einer der besten Scorer und Spielmacher in unserem Spiel. Wir sind begeistert, ihn und sein besonderes Talent in Brooklyn zu sehen."

Harden (31), der Mann mit dem markanten Rauschebart, trifft bei den Nets auf seinen früheren Teamkollegen Kevin Durant (32) und Star-Aufbauspieler Kyrie Irving (28). Gemeinsam bilden die drei Spitzenspieler eines der besten Trios der Liga - und sie sollen eine Achse bilden, die den Nets den Titel bringt.

Nets gehen mit Harden All-In

Auf Trainer Steve Nash wartet die komplizierte Aufgabe, seine genialen, aber auch egozentrischen Superstars zu einer Einheit zu formen. "Im Basketball geht es darum, als Team zu funktionieren", sagte Nash.

Die Nets setzen alles auf die Karte Harden. Für den 31-Jährigen geben sie vier Spieler ab und verzichten über Jahre auf frühe Wahlrechte im Draft. Mit anderen Worten: Um kurzfristig Erfolg zu haben, bringt sich Brooklyn in eine deutlich schlechtere Position für seine sportliche Zukunft.

Die Verträge von Durant, Harden und Irving enden nach der Saison 2022/23 - dann könnten sie die Nets wieder verlassen. Die Folgen des Harden-Deals wird Brooklyn bei künftigen Transfers deutlich länger spüren.

Rockets: Harden provozierte Trade

Jarrett Allen und Taurean Prince wechseln nach Cleveland, Caris LeVert und Rodions Kurucs gaben die Nets an Houston ab. LeVert wird allerdings nicht bei den Rockets bleiben, sondern sich den Pacers anschließen, die wiederum Victor Oladipo nach Houston schicken. Zudem überlassen die Nets den Rockets ihr Erstrunden-Wahlrecht im Draft in den Jahren 2022, 2024 und 2026.

Und: Brooklyn stimmte zu, dass die Rockets ihren Platz in der Reihenfolge in den Jahren 2021, 2023, 2025 und 2027 mit anderen Teams tauschen dürfen.

Harden hatte den Trade über Wochen provoziert. Er war überzeugt, seinen Traum vom Meisterring mit den Rockets nicht erfüllen zu können - und er versteckte diese Haltung keinesfalls. Durant, an dessen Seite Harden früher bei Oklahoma City Thunder spielte, und Irving haben den NBA-Titel bereits gewonnen. Harden trotz aller individueller Rekorde nicht. Das soll sich jetzt mit aller Macht ändern.

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(SID)

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