Dallas-Mavericks-Star Luka Doncic über Nacht zu LA Lakers um LeBron James getradet - NBA ein gnadenloses Geschäft

Die Schockwellen nach dem Blockbuster mit Luka Dončić in der unfreiwilligen Hauptrolle haben sich noch nicht gelegt. Der NBA-Deal kam völlig aus dem Nichts. Der slowenische Superstar, der in der vergangene Saison noch mit Dallas in den NBA-Finals stand, wurde über Nacht zu den Los Angeles Lakers und LeBron James getradet. Auch Würzburger Maximilian Kleber ist Teil des überraschenden Deals.

Kidd: Mavs "brauchen Zeit", um Doncic-Trade zu verarbeiten

Quelle: Perform

Als Luka Dončić in Los Angeles im Dunkel der Nacht aus dem Privatjet kletterte, hatte sich die Aufregung um seinen Abschied aus Dallas längst nicht gelegt.
"Gottseidank kannst du als Fußballspieler nicht auf diese Weise getraded werden", schrieb etwa Mats Hummels bei "X" staunend über den Megatransfer in der NBA. Und Toni Kroos, wie Hummels Rio-Weltmeister, teilte als Fan der Mavericks traurige Emojis.
Wie aus dem Nichts war es am Wochenende zum Deal mit den LA Lakers gekommen. Dallas hat seinen Franchise-Player weggeschickt, fast weggejagt, und niemand ahnte etwas. Nicht die Medien, nicht Trainer Jason Kidd, und schon gar nicht Dončić.
Kein Wunder, dass er es durchklingeln ließ, als der General Manager wegen der Neuigkeiten anrief. "Ich vermute, dass er nicht mit mir reden will", sagte Nico Harrison zur gescheiterten Kontaktaufnahme.

Trade erwischt Doncic eiskalt

Im eiskalten Geschäft hat es mal wieder gekracht, wenige Tage bevor das Transferfenster schließt. Dončić hatte beim Deal keine Mitsprache, genau wie Maximilian Kleber, der Würzburger und Markieff Morris gehören mit zum Paket, das an die Kalifornier geht. Dafür kommen Anthony Davis und Max Christie zu den Mavs.
Dass dieser Blockbuster mit Dončić in der unfreiwilligen Hauptrolle die Basketballwelt total unvermittelt traf, zeigen die Reaktionen - nicht nur von deutschen Fußballgrößen. "Das ist ein Aprilscherz, oder?", so NBA-Star Jalen Brunson (New York Knicks).
"Wahnsinn. Es ist verrückt. Verrückt", sagte Kevin Durant (Phoenix Suns). Nachdem Insider Shams Charania die News verbreitet hatte, fragte Bam Adebayo (Miami Heat): "Hat jemand Shams Telefon gestohlen?"
Das Beispiel Dončić zeigt: Es kann jeden treffen. Steht keine "no-trade clause" im Vertrag, eine Vereinbarung, die einen Wechsel ohne Zustimmung des Profis verbietet, kann es schnell gehen. Heute hier, morgen dort - das ist im US-Sport Programm.

Dončić bedankt sich bei den Maverick-Fans

Zuletzt erst war es für Weltmeister Dennis Schröder plötzlich von Brooklyn nach San Francisco gegangen.
"Heutzutage muss man für alle Fälle seine Koffer packen", schrieb CJ McCollum (New Orleans Pelicans) bei "X": "Wenn der Don getradet wird, weiß nur Gott, was passieren wird."
Dončić klagte nicht öffentlich, das passiert auch selten in solchen Fällen, sondern zeigte sich dankbar: "Ich dachte, ich würde meine ganze Karriere hier verbringen und wollte euch unbedingt einen Meistertitel schenken", schrieb der Slowene an die Fans gerichtet in den Sozialen Medien.
Dončić hätte in Dallas für bis zu 345 Millionen Dollar verlängern können, bei den Lakers sind im Sommer höchstens 229 Millionen für fünf Jahre drin. Ein Grund für die unpopuläre Entscheidung der Mavericks.

Nowitzki blieb seine ganze Karriere bei den Mavs

Dem Klub waren die Kosten zu hoch, wohl vor allem in Verbindung mit fehlender Professionalität. Unvergessen ist die Szene, als Dončić im Vorjahr den Einzug ins (später verlorene) NBA-Finale mit Dosenbier feierte.
Streng blickend nahm damals Michael Finley, Vizepräsident der Mavericks, seinem Star den Drink aus der Hand. Dirk Nowitzki hätte so etwas nie passieren können - und das Klubidol durfte für immer bleiben.
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(SID)
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Quelle: Perform


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