Olympia 2024: Dennis Schröder, "Izzy" Bonga und ein Sorgenkind - Drei Dinge, die bei Deutschland - Brasilien auffielen
VonHenning Kuhl
Update 31/07/2024 um 09:52 GMT+2 Uhr
Mit einem 86:73-Sieg gegen Brasilien haben die deutschen Basketballer nicht nur den zweiten Sieg im zweiten Spiel geholt, sondern auch das Viertelfinale bei den Olympischen Spielen in Paris erreicht. Dennis Schröder avanciert zum Top-Scorer (20 Punkte) und Isaac Bonga zum Difference-Maker. Ein Spieler bereitet vor dem finalen Gruppenduell mit Frankreich jedoch Sorgen. Drei Dinge, die auffielen.
Highlights: DBB-Defense macht gegen Brasilien den Unterschied
Quelle: Eurosport
Die Zuschauer im Pierre Mauroy Stadium zu Lille sahen eine intensive Begegnung, die Deutschland im ersten Viertel dominierte (22:10), ehe die Brasilianer bis zur Halbzeit dank mehrerer Dreier ausglichen (40:40).
Im dritten Viertel gestatteten die Weltmeister nur elf gegnerische Punkte und legten damit den Grundstein für den Erfolg.
Insgesamt provozierte die DBB-Auswahl 20 brasilianische Turnover und fuhr schlussendlich den zweiten Sieg im zweiten Spiel ein – dank Schröder, Gordon Herberts Anpassungen und Isaac Bonga.
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Drei Dinge, die bei Deutschlands 86:73-Sieg gegen Brasilien auffielen.
1.) Der Kapitän übernimmt
Als die Brasilianer im zweiten Viertel emsig den Rückstand verkleinerten, war es Dennis Schröder, der die Deutschen im Spiel hielt. Der DBB-Auswahl fehlte erstmals in diesem Turnier der Rhythmus in der Offensive (nur fünf Assists in der ersten Halbzeit), das Team verlor sich teils in Einzelaktionen und den Ball ganze sieben Mal.
Schröders elf Punkte waren die Antwort auf Brasiliens Treffer von Downtown (7/14 Dreier zur Halbzeitpause). Zum Schluss standen für Schröder 20 Punkte, sechs Assists und vier Steals zu Buche.
Viel wichtiger jedoch war die Message, die der 31-Jährige aussendete: Der Kapitän übernahm in dem Moment, als ihn sein Team am meisten brauchte, und signalisierte damit allen Deutschen, dass er da ist, wenn sie ihn brauchen. Gleichzeitig war es auch ein Fingerzeig an die Konkurrenz, dass der WM-MVP wieder in starker Form ist.
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"Im Stile eines Kapitäns": Schröder übernimmt kurz vor der Pause
Quelle: Eurosport
2.) Bonga ist der Difference-Maker
Ebenso entscheidend für den Sieg war die Defensive der Deutschen in der zweiten Halbzeit, die mit einer Anpassung einherging: Gordon Herbert stellte sein Lineup um und agierte mit Franz Wagner und seinem etatmäßigen Backup, Isaac Bonga, gleichzeitig.
Dadurch wurde die Verteidigung flexibler, schneller und agiler. Ein Resultat war das Offensivfoul von Bruno Caboclo bei noch 3:07 Minuten im dritten Viertel, welches Bonga annahm – das fünfte persönliche Foul für den brasilianischen Center, dessen Präsenz in der Zone bis dahin durchaus eine Herausforderung darstellte.
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Monsterblock Theis! Bonga stopft auf der anderen Seite
Quelle: Eurosport
Ein zweites Resultat waren deutlich weniger freie Dreier für die Brasilianer. Ähnlich wie beim Auftaktsieg (elf Punkte und sechs Rebounds) über Japan überzeugte Bonga auch diesmal offensiv mit starken 15 Zählern, wobei er drei seiner vier Dreier traf.
Dank seiner Vielseitigkeit ist "Izzy" der Difference-Maker im deutschen Team.
3.) Warten auf Maodo Lo
Noch nicht im Turnier angekommen ist derweil Maodo Lo. Der Point Guard ist als Backup für Schröder ein wichtiges Element in der Rotation, hatte gegen Brasilien jedoch keinen glücklichen Auftritt.
Er spielte nur 5:57 Minuten und dribbelte häufig zu lange den Ball, beendete die Partie mit zwei Punkten, einem Assist und einem Turnover. Bereits gegen Japan hatte er keinen überzeugenden Tag erwischt (13 Minuten, null Punkte).
Dass der 31-Jährige alle Qualitäten mitbringt, um eine größere Rolle zu spielen, steht außer Frage. Nur braucht Deutschland diese auch – speziell in den anstehenden Duellen.
Schröder wird nicht jedes Mal wie gegen Brasilien knapp 32 Minuten abspulen können und wie wichtig der Input von der Bank ist, zeigen Moritz Wagner (acht Punkte, sechs Rebounds) und eben Bonga.
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Booom! Deutschland startet mit einhändigem Alley Oop
Quelle: Eurosport
Positiv formuliert: Sobald Lo auch noch im Turnier ankommt, wird Deutschland noch stärker. Und vielleicht wird es ja schon beim nächsten Duell gegen Frankreich (Freitag, 21:00 Uhr live bei discovery+) soweit sein.
"Ich denke, wenn wir unser Spiel spielen, dann haben wir gute Chancen", blickt Schröder auf das Duell mit dem Gastgeber voraus. Wenn Lo ankommen ist, erst recht.
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Moritz Wagner: "Manchmal muss man einfach machen"
Quelle: Eurosport
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