Olympia 2024 - Drei Dinge, die beim deutschen Sieg gegen Japan auffielen: Die Wagner-Festspiele haben begonnen

Die deutsche Basketballnationalmannschaft um Fahnenträger Dennis Schröder ist mit einem deutlichen 97:77-Sieg gegen Japan in die Gruppenphase der Olympischen Spiele 2024 in Paris gestartet. Franz (22 Punkte) und Moritz Wagner (15) überzeugten dabei ebenso wie Daniel Theis (18). Doch in zwei Aspekten ihres Spiels müssen sich die Weltmeister zwingend noch verbessern. Drei Dinge, die auffielen.

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Quelle: Eurosport

Von Beginn an gab die deutsche Mannschaft den Ton an (28:21 nach dem ersten Viertel) und führte zur Pause 52:44.
In der zweiten Halbzeit erhöhte das Team von Headcoach Gordon Herbert die Intensität in der Defense und gestattete den Japanern lediglich 33 Zähler. Am Ende stand ein ungefährdeter 97:77-Sieg.
Gleichzeitig spielten die Deutschen in der Offense ihren Stiefel diszipliniert runter und leisteten sich schlussendlich nur fünf (!) Turnover - ein sehr starker Wert!
Rui Hachimura überzeugte bei Japan mit 20 Punkten, bei den Deutschen scorten fünf Spieler zweistellig.
Drei Dinge, die in Lille auffielen:

1.) Wagner-Power in der Offensive

Franz Wagner avancierte mit 22 Zählern zum Topscorer der Partie und traf dabei beeindruckende 78 Prozent aus dem Zwei-Punkt-Bereich sowie perfekt von der Freiwurflinie (2/2).
Der 22-Jährige untermauerte damit deutlich, dass er bei diesem Turnier der zentrale Scorer des deutschen Teams sein wird und sagte nach dem Spiel bei Eurosport: "Wir können viel daraus lernen. Es war ein hartes Spiel, aber ein erster guter Arbeitssieg."
Speziell in der ersten Halbzeit war es aber Bruder Moritz, der das Team von der Bank aus mit neun Punkten und lautstarken Kommentaren belebte. Schlussendlich kam der 27-Jährige auf 15 Zähler. Zudem sicherte sich der 2,11-Meter-Mann noch fünf Rebounds und verteilte drei Assists.
Diese Wagner-Mischung - Moritz am Brett und Franz vor allem außerhalb der Zone - stellte die Japaner immer wieder vor große Herausforderungen und wird im weiteren Verlauf des Turniers von entscheidender Bedeutung für weitere deutsche Siege sein.

2.) Theis als "100-Prozent-Mann"

Fast schon ein wenig unter ging bei dem Fokus auf die Wagner-Brüder sowie Dennis Schröder, der als Dirigent zwölf Assists verteilte und ein Double-Double auflegte (13 Punkte), dass Daniel Theis ein bärenstarkes Spiel zeigte.
Der Big Man der New Orleans Pelicans trumpfte mit 18 Punkten und sieben Rebounds richtig auf, wobei insbesondere seine Trefferquote von 100 Prozent (fünf Zweier, zwei Dreier und zwei Freiwürfe) beeindruckte.
Dem 32-Jährigen ist klar anzusehen, dass ihm die zurückliegende minutenarme NBA-Saison (1015 Minuten bei 60 Einsätzen in der Regular-Season) wenig Energie geraubt hat. Zum Vergleich: Franz Wagner spielte 2337 Minuten in 72 Spielen.
Aufgrund dieser überschaubaren Einsatzzeiten sprüht er vor Kraft und Spielfreude, wodurch Offense und Defense der deutschen Mannschaft nochmal auf ein höheres Niveau steigen.

3.) zwei schiefe Töne stören

Trotz des letztlich souveränen Sieges offenbarte die DBB-Auswahl auch zwei Schwächen im Stade Pierre-Mauroy zu Lille: Einerseits arbeitete das Team nicht gut beim defensiven Rebound.
Die Japaner konnten sich insgesamt zwölf Offensiv-Rebounds sichern und kamen so immer wieder zu zweiten Wurfchancen, wenngleich sie diese nur teilweise für Punkte nutzten.
Trotzdem: Die Deutschen müssen defensiv besser ausboxen und rebounden, denn Brasilien um Bruno Caboclo sowie Cristiano Felicio und erst recht Frankreich mit Victor Wembanyama (2,24 Meter) und Rudy Gobert (2,16 Meter) werden so viele Offensiv-Rebounds deutlich schmerzvoller bestrafen als die Japaner. 
Speziell in der ersten Halbzeit kamen die Japaner zudem durch ihr Side-Pick-and-Roll auf dem rechten Flügel zu freien Abschlüssen, was der deutsche Coaching-Staff um Weltmeistertrainer Gordon Herbert mit Sicherheit in den nächsten Tagen unter die Lupe nehmen wird.
Trotz dieser zwei schiefen Töne ist der Start in das Olympische Turnier absolut geglückt. Nun bleiben zwei Tage, bis es am Dienstag (21:00 Uhr live bei Discovery+ und im Ticker) gegen Brasilien weitergeht.
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Quelle: Eurosport


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