US-Basketballerin Brittney Griner in russische Strafkolonie gebracht: "Sie versucht, stark zu bleiben"

Die inhaftierte US-Basketballerin Brittney Griner ist in eine Strafkolonie in der russische Republik Mordowien gebracht worden. "Brittney hat ihre Strafe in IK-2 in Mordowien angetreten", teilten ihre Anwälte am Donnerstag mit und fügten an, dass sie ihre Mandantin Anfang der Woche besuchen konnten. Der 32-Jährigen "geht es so gut wie möglich", hieß es weiter.

Griner in russische Strafkolonie gebracht

Fotocredit: SID

Nun also Mordowien. IK-2-Strafkolonie in Javas, 500 Kilometer und acht Autostunden von Moskau entfernt. Dorthin wurde Brittney Griner vergangene Woche verbracht, die Haftbedingungen für den Basketballstar aus den USA werden in Russland nach ohnehin traumatischen Monaten nun auch noch immer schlechter. "Sie versucht, stark zu bleiben und sich an ihre neue Umgebung anzupassen", teilten die Anwälte der 32-Jährigen mit.
Zuletzt war Griner aus einem Haftzentrum in der Hauptstadt ins südöstlich gelegene Nichts verlegt worden. Es war zunächst noch unklar, wohin die Russen den Spielball transportiert hatten, dann wurden Griners Rechtsvertreter informiert und besuchten ihre Mandantin in der kleinen Republik, bekannt für ihre Gefängnisse und ihr hartes Klima. Es gehe ihr "so gut wie möglich", hieß es danach - was auch immer das bedeuten mag.
Kaum wurde öffentlich, dass Russland die nächste Stufe gezündet hat, meldete sich der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow zu Wort und signalisierte erneut Interesse an einem Gefangenenaustausch. Und wieder fiel dabei der Name Wiktor But, der frühere russische Waffenhändler sitzt seit 2010 in einem US-Gefängnis.
Er hoffe, dass die Aussicht auf einen Austausch größer werde, sagte Rjabkow laut russischen Nachrichtenagenturen am Freitag. "Ich hoffe, dass die Zeit kommt, in der wir eine konkrete Einigung erzielen." Nicht zum ersten Mal spielt Russland den Namen But. Bislang sind die USA nicht auf einen Deal eingegangen, der den berüchtigten "Händler des Todes" beinhaltet. Und es darf stark bezweifelt werden, dass sich das ändert.
Karine Jean-Pierre, Sprecherin des Weißen Hauses, bekräftigte am Mittwoch, dass die USA Russland in der Sache ein "substanzielles Angebot" unterbreitet hätten. Wie es aussieht, ist natürlich nicht bekannt. "Jede Minute, die Brittney Griner in Russland in unrechtmäßiger Haft verbringen muss, ist eine Minute zu viel", so Jean-Pierre.
US-Präsident Joe Biden machte Griner zuletzt Hoffnungen auf neue Verhandlungen. Er hoffe, das Präsident Wladimir Putin jetzt nach den Midterm-Wahlen in den Staaten "bereit ist, ernsthafter über einen Gefangenenaustausch zu sprechen", so Biden. Ähnliche Aussagen gab es allerdings schon öfter. Erfolge? Keine.
Griner ist seit Februar inhaftiert. Sie war am Moskauer Flughafen Scheremetjewo festgenommen worden, weil sie Vape-Kartuschen mit Cannabis-Öl in ihrem Gepäck mitführte. Anfang August wurde die zweimalige Olympiasiegerin zu neun Jahren Haft verurteilt.
(SID)
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Quelle: Perform

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