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Rödl wehrt sich nach WM-Debakel gegen Kritik: "Mannschaft nicht kaputt machen"

Rödl wehrt sich nach WM-Debakel gegen Kritik: "Mannschaft nicht kaputt machen"
Von Eurosport

15/09/2019 um 18:14Aktualisiert 15/09/2019 um 18:16

Bundestrainer Henrik Rödl hat sich nach dem Debakel bei der WM in China demonstrativ hinter seine Spieler gestellt. "Man kann diese Mannschaft nicht kaputt machen, weil dieses eine Spiel nicht funktioniert hat", sagte Rödl bei "MagentaSport". Es sei falsch, "sich an diesem Spiel aufzureiben und alles schlecht zu reden". Die DBB-Auswahl belegte in China den 18. Platz.

Unter Rödl war die deutsche Nationalmannschaft erstmals in der Geschichte mit zwei Niederlagen in eine Weltmeisterschaft gestartet und hatte damit den angepeilten Einzug in die zweite Runde verpasst. Ausschlaggebend war die enttäuschende Vorstellung gegen Außenseiter Dominikanische Republik (68:70). "Das war nicht gut. Wir haben nicht performt", sagte Rödl, dieses Spiel sei aber nicht stellvertretend dafür zu sehen, "wie diese Mannschaft eingestellt ist".

"Jede Mannschaft hat bei einem Turnier ein schlechtes Spiel. Es ist unglücklicherweise das wichtigste gewesen", sagte Rödl. Bei aller Enttäuschung soll an der Grundausrichtung nicht gerüttelt werden. "Am allgemeinen Weg ist nichts falsch", sagte der 50-Jährige. Dennoch will der Trainer "jeden Stein umdrehen, das ist klar. Wir haben die Zeit zu schauen, an welcher Schraube wir noch drehen können. Vielleicht war in der Vorbereitung alles ein bisschen zu gut."

Rödl über Schröder: "Seine Opferbereitschaft ist unbestritten"

Durch Siege in der Platzierungsrunde wurde die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) WM-18. und darf damit im Juni bei einem Qualifikationsturnier um ein Ticket für die Olympischen Spielen in Tokio 2020 kämpfen. "Wir haben eine Riesenchance im Sommer", sagte Rödl. Der Bundestrainer hofft, dass die Erlebnisse in China bei den nächsten Aufgaben helfen:

"Wir können vielleicht mit etwas Wut im Bauch in solche Situationen etwas anders reingehen."

NBA-Profi Dennis Schröder sei in der Vorbereitung und zu Beginn des Turniers nicht so fit wie erhofft gewesen. "Er musste sehr viele private Dinge im Sommer erledigen", erklärte Rödl, unterstrich aber dabei:

"Seine Opferbereitschaft für die Nationalmannschaft ist unbestritten."

(SID)

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