Biathlon-EM: Norwegen dominiert die Herren-Wettbewerbe - Selfie und High-Fives auf der Schlussrunde der Staffel
Update 03/02/2025 um 15:02 GMT+1 Uhr
Der letzte Wettkampf der Biathlon-Europameisterschaft verlief wie erwartet: Die norwegische Herren-Staffel untermauerte erneut ihre Dominanz. Trotz einer entspannten Schlussrunde mit Selfies und High-Fives sicherten sich die Norweger mit einem beeindruckenden Vorsprung von über zwei Minuten auf das zweitplatzierte deutsche Team die Goldmedaille - das hinterließ mächtig Eindruck bei der Konkurrenz.
Bauchklatscher ins Ziel: Kaiser stürzt beim Wechsel
Quelle: Eurosport
"Die Norweger wissen, dass sie überlegen sind. Wenn wir ein Rennen im IBU-Cup laufen, sind sechs Norweger in der Top Sechs und der Rest von uns kämpft um die Top 10. Sie sind einfach komplett überlegen", zeigte sich der Schwede Oskar Ohlsson fast schon ratlos aufgrund der norwegischen Dominanz in der "zweiten Liga" im Biathlon.
In allen der bisherigen 13 Rennen der Saison stand am Ende ein Norweger als Sieger auf dem Podest. Bei der EM in Martell konnte einzig der Italiener Patrick Braunhofer die Phalanx der Skandinavier durchbrechen und mit einem herausragenden Rennen den Verfolger für sich entscheiden.
Wie groß jedoch der Klassenunterschied zwischen Norwegen und dem Rest der Welt ist, zeigte sich vor allem im Staffel-Rennen am Sonntag.
Das Quartett um Vetle Sjaastad Christiansen, Sverre Dahlen Aspenes, Sivert Guttorm Bakken und Isak Frey setzte 39 von 40 Schüsse ins Schwarze und zeigte auch auf der Loipe, wer das Maß aller Dinge ist.
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Norwegen-Phalanx durchbrochen: EM-Heimsieg für Braunhofer
Quelle: Eurosport
Norweger macht Selfie auf Schlussrunde
Mit einem Vorsprung von 2.06,9 Minuten kamen die Sieger vor der deutschen Staffel um Lucas Fratzscher, Simon Kaiser, Roman Rees und David Zobel ins Ziel.
Besonders beeindruckend, da die Schlussrunde des vierten Norwegers Frey eher einem Training ähnlich sah. Der Norweger nutzt den großen Vorsprung nach dem letzten Schießen, um mit seinen Trainern und Fans abzuklatschen. Zudem hielt er den Moment noch auf der Strecke mit einem Selfie fest.
"Es war eine unglaubliche Mannschaftsleistung. Ich war alleine auf der Strecke", beschrieb der 21-Jährige die überragende Performance seiner Mannschaft nach dem Rennen: "Es ist sehr selten, dass vier Läufer aus einer Mannschaft am gleichen Tag eine perfekte Leistung zeigen."
Zobel feiert Fans ab
Hinter den überlegenden Norwegern waren es jedoch die Deutschen, die sich den zweiten Platz auf dem Podest sichern konnten und einen gelungenen Abschluss der EM feierten.
Der deutsche Schlussläufer, David Zobel, nutzte dabei die Gelegenheit, um sich bei den Fans für ihre Unterstützung zu bedanken. Statt mit einer Deutschland-Fahne ins Ziel zu fahren, griff Zobel nach der Fahne seines Fanclubs, den "Zobel-Ultras", und würdigte damit die Anfeuerungen der Fans, die ihn während der Wettkämpfe vor Ort begleitet hatten.
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