Deutsche Biathlon-Nationaltrainerin Sandra Flunger spricht über neue Ansätze: "Wünsche mir mehr Mut und Überzeugung"

Mit Sandra Flunger steht erstmals seit 36 Jahren wieder eine Frau an der Spitze der deutschen Biathlon-Frauen. Die Österreicherin hat ihre Arbeit als Cheftrainerin des DSV bereits aufgenommen und in einem Interview mit "xc-ski.de" deutlich gemacht, an welchen Stellschrauben sie in Zukunft drehen möchte. Vor allem am Schießstand sieht die 44-Jährige noch ungenutztes Potenzial.

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Quelle: Eurosport

"Die Schießgeschwindigkeit lässt sich verbessern", sagte Flunger. Das technische Vermögen im deutschen Team sei "sehr gut", weil die Athletinnen über Jahre von zahlreichen Experten begleitet worden seien. Dass dennoch häufig vergleichsweise langsam geschossen werde, führt die neue Cheftrainerin auf den hohen Erwartungsdruck zurück.
"Da entscheidet sich die Athletin vielleicht eher dafür, langsamer und sicherer zu schießen, als Fehler zu riskieren", erklärte Flunger.
Schließlich müsse "jede Strafrunde nach dem Rennen vor den TV-Kameras erklärt werden". Deshalb formulierte die ehemalige Weltklasse-Biathletin einen klaren Wunsch: "Da wünsche ich mir mehr Mut und Überzeugung."
Flunger, die zuvor in der Schweiz gearbeitet hatte, sieht in der deutschen Mannschaft großes Potenzial. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von der Breite des Kaders. "Wir haben im Team einen guten Mix aus erfahrenen und jungen Athletinnen", sagte sie. Im Vergleich zur Schweiz verfüge Deutschland über einen deutlich größeren Pool an Talenten.
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Sandra Flunger: Trainerin der deutschen Biathlonnationalmannschaft

Fotocredit: Imago

Nationaltrainerin Flunger: "Pure Motivation für mich"

Die neue Cheftrainerin betrachtet die aktuelle Ausgangslage zudem als Chance. "Aus meiner Sicht ist es ein Vorteil, dass wir in der Jäger-Rolle sind und nicht die Gejagten", betonte Flunger. Wenn die Mannschaft als Einheit funktioniere, sei es möglich, dass regelmäßig deutsche Athletinnen um Spitzenplätze kämpfen.
Neben sportlichen Themen liegt Flunger auch die Zusammenarbeit innerhalb der deutschen Biathlon-Struktur am Herzen. Gemeinsam mit Co-Trainer Denny Andritzke sowie den Verantwortlichen an den Stützpunkten in Oberhof und Ruhpolding wolle sie die verschiedenen Trainingsgruppen enger miteinander vernetzen.
"Insgesamt ist es unser Ziel, dass wir die verschiedenen Trainingsgruppen und auch die Athletinnen, die nicht an den Stützpunkten trainieren, stärker verbinden, als das in den vergangenen Jahren der Fall war", erklärte die Österreicherin.
Die traditionsreiche deutsche Biathlon-Nationalmannschaft sieht Flunger dabei nicht als Belastung, sondern als Ansporn. "Im Moment ist es pure Motivation für mich", erklärte sie mit Blick auf die großen Erfolge vergangener Jahre.
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Quelle: Eurosport


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