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Biathlon-EM: Fair-Play-Geste der besonderen Art beeindruckt - Michela Carrara verzichtet freiwillig auf Sieg
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Publiziert 26/01/2023 um 12:16 GMT+1 Uhr
Bei der Bitahlon-EM in der Lenzerheide ist es im Einzel-Wettbewerb der Frauen zu einer Fair-Play-Geste der besonderen Art gekommen. Die vermeintliche Siegerin Michela Carrara verzichtete freiwillig auf die Goldmedaille und meldete ihre zwei Schießfehler nachträglich, die zuvor vom System nicht erfasst worden waren. Die Italienerin und ihr Trainer machten nach dem Rennen auf den Fehler aufmerksam.
Michela Carrara
Fotocredit: Getty Images
Die IBU korrigierte daraufhin das Ergebnis. Damit wurden aus dem Sieg und 47 Sekunden Vorsprung nur Platz elf und ein Rückstand von einer Minute und 12 Sekunden.
Schuld für den Fehler im System war eine andere Biathletin. Anscheinend hatte die US-Amerikanerin Jaquelyn Garso auf die falschen Scheiben geschossen und dabei die Scheiben der vermeintlichen Siegerin getroffen. Die Offiziellen bemerkten daraufhin die Fehler der Italienerin nicht und berechneten Carrara keine Strafminuten.
Carrara wollte jedoch nicht auf diese Art und Weise Gold gewinnen. "Ich bin froh, dass am Ende die beste Athletin gewonnen hat. Das wäre für mich nie ein echter Sieg gewesen. Heute hat das Fair Play gewonnen", erklärte die Biathletin gegenüber "Fondo Italia" die außergewöhnliche Fair-Play-Geste.
Am meisten profitierte die Deutsche Lisa Maria Spark von der Fair-Play-Aktion. Die 22-Jährige rutschte auf den ersten Platz vor und feierte nach einer fehlerfreien Leistung am Schießstand die EM-Goldmedaille. Das Podest komplettierten die Ukrainerin Yuliia Dzhima sowie die DSV-Athletin Selina Grotian.
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Quelle: Eurosport
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