Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß über Beziehung mit Simon Schempp: "Leben manchmal wie im Kloster"
VonJan Zesewitz
Update 14/05/2025 um 16:12 GMT+2 Uhr
Franziska Preuß gelang 2024/25 die beste Weltcup-Saison ihrer bisherigen Karriere. In einem Herzschlagfinale gewann sie den Gesamtweltcup vor der Französin Lou Jeanmonnot. Im "BR24"-Podcast sprach gemeinsam mit ihrem Partner, dem Ex-Biathleten Simon Schempp, über ihre Emotionen nach der Weltcup-Entscheidung in Oslo und über das gemeinsame Leben als professionelle Athletin.
Jeanmonnot exklusiv: "Das hätte den Leuten das Herz gebrochen"
Quelle: Eurosport
Zunächst war es für sie kompliziert, vor den entscheidenden letzten Rennen den Gedanken an das Gelbe Trikot beiseite zu schieben. Es sei in etwa so gewesen, "wie nicht an den rosa Elefanten zu denken", sagte Preuß im "Pizza und Pommes"-Podcast mit Felix Neureuther und Philipp Nagel.
So richtig konnte sie erst in den Armen ihres Partners Schempp im Ziel des Massenstarts von Oslo ihren Gefühlen freien Lauf lassen. "Simon hat alle Täler mit mir durchschritten und gewusst, wie ich gelitten habe. Er wusste auch, was das für ein großer Traum für mich war", erzählte sie. Bei anderen habe sie ihre Emotionen im Griff gehabt, "aber bei Simon - no chance".
Schempp, selbst zwölffacher Sieger bei Weltcuprennen, sei für sie der wichtigste Ansprechpartner und könne ihr auch bei Biathlon-Fragen besser, oder jedenfalls anders helfen als ihre Trainer. Dabei würden die beiden während der Wettkampfzeiten zeitweise "wie im Kloster" leben, wie Schempp sagte.
"Für Franzi ist während der Wettkampfzeit ein Ausfall die Höchststrafe. Deswegen schauen wir, dass wir jegliches Risiko vermeiden", so Schempp. Er und Preuß schlafen dann auch in getrennten Zimmern. "Wir haben zum Glück Gästezimmer, dann separieren wir uns", sagte Preuß.
Preuß: "Disziplin in der Freizeit ist anstrengender"
Bei aller Professionalität, die das Biathlon-Paar anstrebt, falle ihr der bewusste Verzicht im Privatleben nicht immer leicht, meinte Preuß: "Klar muss man diszipliniert im Training sein, aber in der Freizeit diszipliniert zu sein, finde ich viel anstrengender. Wir sind junge Leute, natürlich mag man da auch irgendwo leben, aber man kann einfach nicht, weil Regeneration so extrem wichtig ist."
Dass Schempp das nachvollziehen kann und kennt, sei ihr eine große Hilfe.
"An den Geschwistern und wie die so manches sehen, merkt man dann auch, was das eigentlich 'Normale' ist", sagte Preuß.
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Quelle: Eurosport
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