Sprint in Kontiolahti: Franziska Preuß schrammt hauchdünn am Podest vorbei - Julia Tannheimer in den Top sechs
Franziska Preuß hat im Sprint von Kontiolahti nur hauchdünn ihr erstes Podest der Saison verpasst. Im Rennen über 7,5 Kilometer fehlten ihr nach einem Schießfehler als Vierte nur 0,1 Sekunden auf die Überraschungsdritte Suvi Minkkinen aus Finnland. Ganz stark präsentierte sich auch die 19-jährige Julia Tannheimer auf Rang sechs. Den Sieg sicherte sich die Tschechin Marketa Davidova.
0,1 Sekunden! Preuß verliert Krimi ums Sprint-Podest ganz knapp
Quelle: Eurosport
Zweite hinter Marketa Davidova (0 Fehler) wurde trotz zwei Schießfehlern die Schwedin Elvira Öberg, die in der Loipe mit der besten Laufzeit glänzte.
Dahinter sorgte die Finnin Suvi Minkkinen (0/+11,9 Sekunden) beim Heim-Weltcup als Dritte für großen Jubel in Kontiolahti. Zugleich machte sie sich einen Tag vor ihrem 30. Geburtstag mit dem ersten Weltcup-Podest ihrer Karriere ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk.
Nur 0,1 Sekunden dahinter landete Franziska Preuß auf Rang vier (1/+12,0). Dies weckte Erinnerungen an den Weltcup-Auftakt im vergangenen Jahr in Östersund, als Preuß um ebenfalls eine Zehntelsekunde am Sieg im Einzel vorbeigeschrammt war. Mit dem vierten Platz legte die 30-Jährige drei Tage nach ihrem starken fünften Platz im kurzen Einzel am Mittwoch die nächste Top-fünf-Platzierung nach.
Dennoch war sie im Anschluss nicht ganz zufrieden. "Die Platzierung ist gut, aber ich ärgere mich über den einen Fehler", sagte Preuß in der "ARD": "Ich wollte unbedingt die Null schießen."
Julia Tannheimer stürmt in die Top sechs
Nur zwei Positionen dahinter begeisterte Julia Tannheimer als Sechste. Die 19-Jährige blieb am Samstag am Schießstand fehlerfrei und überzeugte auch in der Loipe mit der zwölftbesten Zeit. Für die zweimalige Junioren-Weltmeisterin war es die erste Top-Ten-Platzierung im Weltcup. Zudem sicherte sie sich damit die Teilnahme am Massenstart am Sonntag.
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Top sechs im Sprint! Tannheimer begeistert in Kontiolahti
Quelle: Eurosport
Auf die Frage, welche Schulnote sie ihrem Rennen geben würde, meinte Tannheimer zufrieden: "Eins, bis eins minus, viel mehr hätte ich heute nicht besser machen können."
Zu ihrer starken Schlussrunde erklärte die Ulmerin: "In der zweiten Runde konnte ich zum Glück hinter Sophie Chauveau laufen, das war eine super Pacemakerin. Im Windschatten geht's einfach viel einfacher. Dann hatte ich nochmal genug Energie für die letzte Runde."
Das deutsche Team war damit neben Schweden die einzige Mannschaft, die mit mehr als zwei Athletinnen unter den besten Zehn vertreten war. Ansonsten herrschte mit acht Nationen in den Top Ten eine große Vielfalt.
Voigt: "Etwas schwerfällig gefühlt"
Die anderen Deutschen konnten am Samstag dagegen nicht überzeugen. Drittbeste DSV-Athletin war Vanessa Voigt auf Rang 37 (2/+1:20,1). Julia Kink (2/+1:29,9) und Selina Grotian (4/+1:33,3) schafften es als 46. und 48. gerade so in die Top 50.
Mutmacher für Grotian dürfte jedoch ihre Leistung auf der Strecke sein. Die 20-Jährige war in der Loipe nur 26,2 Sekunden langsamer als Elvira Öberg und hatte damit noch vor Preuß die viertbeste Laufzeit.
Etwas anders sah es bei Voigt aus. "Ich habe mich heute etwas schwerfällig gefühlt. Es war nicht so leicht wie in der Staffel oder beim Einzel", erklärte die 27-Jährige.
Zum Abschluss des langen Weltcup-Auftakts in Kontiolahti, der gleich zwei Wochenende umfasste, stehen für Männer und Frauen die ersten Massenstarts an. Die Männer starten um 14:30 Uhr, bei den Frauen fällt der Startschuss um 17:10 Uhr (beide Rennen live bei Eurosport und auf discovery+).
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Davidova holt Sprint-Sieg - Minkkinen überrascht bei Heimspiel
Quelle: Eurosport
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