DSV-Sportdirektor Bitterling wehrt sich gegen Kritik mit "sehr zugespitzter Weltuntergangsstimmung" nach Olympia
Update 03/03/2026 um 13:23 GMT+1 Uhr
Felix Bitterling, Sportdirektor Biathlon des Deutschen Ski-Verbands (DSV), hat "die teilweise sehr zugespitzte Weltuntergangsstimmung rund um den deutschen Biathlon" im Nachgang der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo kritisiert. "Wir haben bei Olympia viele starke Leistungen gesehen, mehrere Ergebnisse lagen nur sehr knapp an den Medaillen vorbei", erklärte der Funktionär.
Highlights: Strelow rettet Mixed-Staffel-Bronze vor Bö ins Ziel
Quelle: Eurosport
Dennoch wollte Bitterling nicht alles schönreden. "Mit nur einer Medaille können und wollen wir im deutschen Biathlon nicht zufrieden sein. Unser Anspruch als Team und Verband ist ein anderer, und dem stellen wir uns", befand er.
Man sei dabei, das Abschneiden bei Olympia zu analysieren. Die Untersuchungen "werden bis zur Trainerklausur abgeschlossen, in der wir die Weichen für die kommende Saison und Vorbereitung stellen", kündigte Bitterling an.
Das deutsche Team hatte bei den in Antholz ausgetragenen Biathlon-Wettbewerben der Winterspiele lediglich in der Mixed-Staffel Bronze gewonnen. Danach verfehlten Franziska Preuß, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Co. in den übrigen Rennen die Medaillen-Ränge.
Mit einigen vierten Plätzen waren die DSV-Starter aber mehrfach nur um Sekunden an Edelmetall vorbeigeschrammt. Ein Umstand, den Bitterling explizit lobte und als Grundlage für zukünftige Erfolge nutzen möchte: "Solche Leistungen muss man erst einmal abrufen, darauf gilt es aufzubauen."
Bitterling bittet um Geduld mit deutschen Biathlon-Stars
Besserung soll nun perspektivisch kommen. Geduld ist gefragt. "Aktuell verfügen wir nicht über die großen dominierenden Einzelstars vergangener Jahre, insbesondere nach dem Karriereende von Franziska Preuß. Gleichzeitig sehen wir vor allem bei den Frauen mehrere sehr hoffnungsvolle Athletinnen, die sich weiterentwickeln und perspektivisch in diese Rollen hineinwachsen können", meinte Bitterling.
Den Verband nahm er dabei in die Verantwortung, um den Athleten zu helfen: "Insgesamt haben wir leistungsfähige Athletinnen und Athleten, die für Podestplätze einen nahezu perfekten Tag benötigen. Unsere Aufgabe ist es, die Voraussetzungen dafür bestmöglich zu schaffen."
Eine wichtige Rolle bei den Männern dürfte Leonhard Pfund zu kommen, der in das deutsche Aufgebot für Kontiolahti berufen wurde, wie Bitterling klarstellte. Bitterling selbst wird nach Saisonende allerdings den DSV verlassen und zum Weltverband IBU zurückwechseln.
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