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Franziska Preuß vor der Reifeprüfung auf der Pokljuka - DSV-Männer kämpfen im Weltcup gegen schwere Krise an
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Publiziert 12/03/2025 um 14:25 GMT+1 Uhr
Franziska Preuß ist vor dem Biathlon-Weltcup auf der Pokljuka noch im Gelben Trikot, hat zuletzt aber an Vorsprung in der Gesamtwertung eingebüßt. Lou Jeanmonnot aus Frankreich macht Druck auf die jetzt 31-Jährige, die ihre Akkus mit einer Geburtstagsfeier zuhause wieder auflud. In Slowenien gelte es nun ab Donnerstag, um "jeden Punkt" zu kämpfen - damit ihr "größter Traum" am Ende wahr wird.
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Im heimischen Ruhpolding hatte Franziska Preuß schnell ihr Lächeln wiedergefunden. Erst suchte sie auf Rollerskiern bei frühlingshaften Bedingungen Ablenkung. Am Dienstag feierte sie zuhause noch kurz ihren 31. Geburtstag, bevor sie in den vorletzten Teil ihrer spannenden Mission "Gelbes Trikot" startete - und das mit neuen Kräften.
Auf der Pokljuka in Slowenien will Preuß nach den Enttäuschungen von Nove Mesto im engen Kampf um die Gesamtwertung im Weltcup wieder durchstarten.
Allerdings unter erschwerten Bedingungen: Wegen des schlechten Wetters mit starkem Regen und warmen Temperaturen stellte die IBU am Dienstag den Wettkampfplan kurzfristig um.
Das Einzelrennen der Frauen findet nun am Donnerstag (11:30 Uhr live im TV bei Eurosport und bei discovery+) verkürzt über 12,5 km statt. Der Massenstart wird auf Samstag (13:35 Uhr live bei Eurosport) vorgezogen.
"Schwere Schäden" auf der Strecke
Auf der Strecke habe es bereits "schwere Schäden" gegeben, sagte IBU-Renndirektor Borut Nunar. Angesichts der Prognosen erwarte er "eine herausfordernde Woche".
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Dies gilt gerade für Preuß. Der Vorsprung der deutschen Top-Biathletin auf die Französin Lou Jeanmonnot ist von komfortablen 92 auf nur noch 36 Punkte geschmolzen. Platz 15 im Sprint und ein 13. Rang in der Verfolgung von Nove Mesto setzen Preuß, die den Gewinn der Gesamtwertung als ihren "größten Traum" bezeichnet, unter Druck. Als Aufmunterung gab es nach der Ankunft in Slowenien deshalb erst einmal einen Geburtstagskuchen.
Preuß unter Druck
Platz 15 im Sprint und ein 13. Rang in der Verfolgung von Nove Mesto setzen Preuß, die den Gewinn der Gesamtwertung als ihren "größten Traum" bezeichnet, unter Druck. Als Aufmunterung gab es nach der Ankunft in Slowenien erst einmal einen Geburtstagskuchen.
Preuß zieht sich ohnehin an den kleinen Dingen hoch. Nach der "mittleren Katastrophe", wie DSV-Sportdirektor Felix Bitterling die drei Fehler zum Auftakt der Verfolgung in Nove Mesto bezeichnet hatte, habe sie es "geschafft, dass ich mich nicht hängen lasse und habe noch drei gute Schießen gemacht", betonte Preuß: "Das nehme ich mit."
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Auf die Staffel am Sonntag hatte sie verzichtet, um den Akku schnell wieder aufzuladen. Dazu reiste Preuß nach Ruhpolding, wo sie sich in ihrem gewohnten Umfeld auf den Endspurt vorbereitete und sich wohl auch von ihrem Freund Simon Schempp den einen oder anderen Tipp holte. Sie sei, betonte sie zuletzt im BR, "absolut froh, dass ich den Simon habe. Der stärkt mir super den Rücken."
Preuß: "Man kämpft um jeden Punkt"
Nach Pokljuka stehen am legendären Holmenkollen in Oslo vom 21. bis 23. März noch ein Sprint, eine Verfolgung und zum Abschluss des langen Winters ein Massenstart an. Bitterling sprach von "wichtigen Wochen".
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In den bislang 16 von insgesamt 21 Einzelrennen des Winters fuhr Preuß, die bei der WM in Lenzerheide mit vier Medaillen geglänzt hatte, zwei Siege ein, zehnmal landete sie auf dem Podium.
Es ist der beste Winter ihrer Karriere. Und doch wird der Saisonendspurt zur finalen Reifeprüfung. "Man kämpft", so Preuß, "um jeden Punkt". Los geht es am Donnerstag.
DSV-Männer im Tief - Aussichten bescheiden
Die DSV-Männer um Philipp Nawrath, Justus Strelow und Co. kämpfen dagegen ein Jahr vor Olympia verzweifelt um den Anschluss an die Weltspitze. Derzeit befindet sich die Mannschaft in einem anhaltenden Tief. Die Aussichten? Bescheiden.
Nach Platz vier in der Staffel von Nove Mesto hatte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling ernüchtert festgestellt, dass die Topnationen Frankreich und Norwegen "nur noch mit dem Fernglas zu sehen sind". Die Abstände seien "sehr, sehr groß".
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Debakel für DSV-Staffel: Kühn schießt drei Strafrunden
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Schon zuvor hatte Philipp Horn ein düsteres Bild gezeichnet. "Man muss leider sagen, die großen Teams sind einfach besser, und es muss für uns alles absolut perfekt laufen, dass wir sie an einem guten Tag auch schlagen können", sagte er in "Münchner Merkur/tz". Der Beweis folgte in Nove Mesto prompt: Die ernüchternden 19. Plätze von Horn in Sprint und Verfolgung waren die besten DSV-Ergebnisse. 15 bzw. 24 Schießfehler hatten sich die sechs deutschen Starter geleistet.
Horn legt den Finger in die Wunde
Horn ging sogar noch weiter. Er machte auch im deutschen Männer-Nachwuchs ein "großes Problem" aus. "Die nächste Generation hat leistungsmäßig noch einen ganz gehörigen Abstand nach vorne", sagte er. Er hoffe, dass "ein Leistungssprung passiert, ansonsten wird es nach Olympia dunkel". Johannes Kühn (33) hat nach Mailand/Cortina 2026 bereits sein Karriereende angedeutet. Nawrath (32) und Horn (30) gehören auch schon zu den Arrivierten.
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"Schritt nach vorne": Sportdirektor Bitterling lobt DSV-Abschneiden
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Bitterling setzt in der Krise nun auf "positive Energien" durch den neuen Cheftrainer Tobias Reiter. Der 39-Jährige löste nach der WM in Lenzerheide Uros Velepec ab, der überraschend zurückgetreten war. Ziel im Saisonendspurt auf der Pokljuka und danach am Holmenkollen (21. bis 23. März) sei es, so der Sportdirektor, "noch einmal gemeinsam Schwung zu holen". Man müsse "an den bekannten Themen weiterarbeiten. Ich weiß, dass wir es besser können. Wir müssen uns schütteln."
Auf der Pokljuka können sich die DSV-Männer erstmals im verkürzten Einzel über 15 km am Donnerstag (15:15 Uhr) schütteln. Der Freitag ist wegen der Wetteraussichten als Reservetag geplant. Die für Sonntag geplanten Massenstarts werden schon am Samstag (13:35 und 15:45) ausgetragen.
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(SID)
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