Sturla Holm Lägreid schlägt neuen Weg neben dem Biathlon ein - Physik- und Astronomie-Studium: "Das Leben ist mehr"
Von Alex Frieling
Publiziert 08/08/2026 um 20:01 GMT+2 Uhr
Sturla Holm Lägreid richtet seinen Blick zunehmend auf die Zeit abseits des Biathlons. Der norwegische Topstar beginnt an der Universität Oslo ein Studium in Physik und Astronomie und will damit bewusst neue Schwerpunkte in seinem Leben setzen. "Das Leben ist mehr als nur Biathlon", erklärte Laegreid im Gespräch mit dem norwegischen Rundfunksender "NRK" zu seinem neuen Vorhaben.
Sturla Lägreid: Fokus neben Biathlon auf das Physik-Studium
Fotocredit: Imago
Der 29-Jährige blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück und sieht seine sportlichen Ziele weitgehend erfüllt. "Ich habe im Sport erreicht, was ich wollte, daher ist alles andere ein Bonus", sagte der Norweger.
Das bedeute allerdings nicht, dass er den Biathlon künftig weniger ernst nehmen werde. Vielmehr wolle er "mehr Dinge im Leben zulassen".
Am Montag startet Lägreid nun sein Studium in Oslo. Dabei hat sich der Biathlon-Star mit Physik und Astronomie anspruchsvolle Fächer ausgesucht.
Biathlon
Wegen Fremdgeh-Beichte? Lägreid zieht sich aus sozialen Medien zurück
20/04/2026 um 13:12 Uhr
Die Erwartungen an sich selbst hält der Gesamtweltcupsieger von 2024/25 dennoch bewusst niedrig. Sollte er in diesem Semester auch nur ein Fach erfolgreich abschließen, wäre er bereits zufrieden, wie er betonte.
Lägreid zieht sich auch aus sozialen Medien zurück
Lägreid gehört seit Jahren zur Weltspitze im Biathlon. Neben seinem Triumph im Gesamtweltcup kann der Norweger sieben WM-Titel sowie olympisches Staffelgold von 2022 vorweisen.
Unterstützung für den neuen Weg erhält er auch aus dem eigenen Team. Landsmann Martin Uldal bezeichnete Lägreid als "klugen Kerl" und sieht in dessen Rückzug aus den sozialen Netzwerken ebenfalls einen positiven Schritt.
Der 29-Jährige hatte sich nach der vergangenen Biathlon-Saison von Instagram verabschiedet und seine Entscheidung deutlich begründet. Über Jahre habe sich bei ihm das Gefühl entwickelt, dass in sozialen Medien vieles "unecht" sei. Er wolle sein eigenes Leben nicht als Produkt vermarkten.
In der abgelaufenen Saison hatte er mit starken Leistungen, insbesondere aber mit seiner Fremdgeh-Beichte bei Olympia vor laufenden Kameras für Aufsehen gesorgt. Nach seiner Einzel-Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen gestand der Norweger vor laufenden TV-Kameras einen Seitensprung und wurde dabei emotional.
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Quelle: Eurosport
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