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Bob: Dreimal Gold - Deutschland bei EM in Igls nicht zu schlagen
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Publiziert 17/12/2017 um 17:36 GMT+1 Uhr
Francesco Friedrich findet die Gold-Spur wieder, Johannes Lochner siegt im Viererbob, und auch die Frauen sind plötzlich weltklasse: Die deutschen Schlitten haben ihre europäische Konkurrenz dominiert und acht Wochen vor den Olympischen Spielen alle Titel bei der EM in Igls abgeräumt. Weltmeister Lochner gewann am Sonntag Gold im Vierer und führte dabei einen deutschen Doppelsieg vor Friedrich an.
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Einen Tag zuvor hatte dieser im Zweier endlich seinen ersten Saisonerfolg gefeiert, den Frauen um Siegerin Stephanie Schneider gelang sogar ein Dreifach-Triumph.
"Wir gehen jetzt mit einem sehr guten Gefühl in die Weihnachtspause, wir haben hier tolle Wettkämpfe abgeliefert", sagte Bundestrainer Rene Spies in der "ARD", schränkte mit Blick auf die Winterspiele in PyeongChang (9. bis 25. Februar) allerdings ein:
Im Viererbob gewann Lochner die EM-Wertung mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf den Dauerrivalen Friedrich - bei der Heim-WM am Königssee hatten sie Anfang des Jahres noch zeitgleich den Titel im großen Schlitten geholt. "Ich bin sehr stolz auf mein Team, dieser Titel macht uns überglücklich", sagte Lochner, "vor allem zeigt er, dass unser neues Material läuft. Das ist die wichtigste Erkenntnis und macht viel Mut für Olympia."
Nico Walther verlor im zweiten Lauf dagegen den dritten EM-Rang noch an den Letten Oskars Melbardis. Im Bobsport wird die EM im Rahmen eines Weltcup-Rennens ausgetragen, bei dem die nicht europäischen Starter dann aus dem Ergebnis genommen werden. Einzig der Kanadier Justin Kripps konnte im Vierer allerdings mit der europäischen Konkurrenz mithalten und holte Rang zwei hinter Lochner.
Zweierbob abhängig von Friedrich
Anders sah es allerdings im Zweier aus. Das Ergebnis in Igls zeigte, wie abhängig der BSD mit Blick auf den kleinen Schlitten momentan von Friedrichs Qualität ist. Nur der Oberbärenburger konnte die starken Kanadier in Schach halten, er verwies Kripps und Nick Poloniato auf die Ränge zwei und drei. Für Lochner genügte es zu EM-Rang drei und Platz fünf im Weltcup, Walther holte nur die Ränge sieben und zwölf. "Im Zweier wartet noch viel Arbeit am Material auf uns", sagte Lochner angesichts des Rückstandes.
Friedrichs Erfolg hatte daher befreienden Charakter. Der große Hoffnungsträger hatte zuvor wochenlang den Weg aus seinem Formtief gesucht. "Wichtig ist vor allem, dass er jetzt endlich wieder gewonnen hat", sagte Spies: "Danach kommt oft Vieles von allein."
Deutsche Frauen bei EM mit Mehrfacherfolg
Überraschend und anhaltend stark präsentiert sich das junge deutsche Frauenteam. Stephanie Schneider setzte sich in der EM-Wertung vor Mariama Jamanka und Anna Köhler durch. Mehrfach-Erfolge auf europäischer Ebene sind für deutsche Frauen nicht ungewöhnlich, die große Konkurrenz kommt seit jeher aus Übersee.
Allerdings können Schneider und Co. mittlerweile auch hier mithalten. Schneider war nicht zu schlagen, Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA wurde Zweite vor Jamanka. Olympiasiegerin Kaillie Humphries (Kanada) musste sich mit Rang vier vor Köhler begnügen.
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