Francesco Friedrich bejubelte den perfekten Start in die Olympia-Saison von seinem Stammplatz. Oben auf dem Podest feierte der Bob-Dominator in Innsbruck einen Tag nach seinem Sieg im Zweier auch den Triumph im großen Schlitten. Der Rekordweltmeister machte beim Weltcup-Auftakt dort weiter, wo er in der Vorsaison aufgehört hatte.
"Die Fahrten waren ziemlich gut. Wir können sehr zufrieden sein und waren gut unterwegs. Es gab nur Kleinigkeiten zu bemängeln", sagte Friedrich, der am Samstag wie Sonntag einen deutschen Doppelerfolg vor Johannes Lochner anführte und seine Weltcupsiege 53 und 54 einfuhr.
Dem Stuttgarter Lochner fehlten im Vierer nur 26 Hundertstel auf den Doppel-Olympiasieger. "Wenn es so eng ist, macht Bob-Fahren Spaß. Das ist geil", sagte Lochner. Friedrich registrierte eher glücklich als verärgert, dass die Konkurrenz beim Saisonstart in der Königsdisziplin etwas an ihn herangerückt ist: "Das macht es viel spannender. So soll es sein. Durch das hohe Gewicht im Vierer ist alles enger. Das macht den Vierer so schön, spannend und emotional."
Yanqing
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Zweieinhalb Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) bewiesen auch die deutschen Frauen, speziell Laura Nolte, eine gute Frühform. Die Juniorenweltmeisterin aus Winterberg belohnte sich am Sonntag für zwei gute Fahrten im Zweier-Schlitten mit ihrem fünften Weltcupsieg. Am Vortag hatte sie als Dritte im Mono, der neuen olympischen Disziplin, bereits als beste Deutsche abgeschnitten.
Lockdown in Innsbruck ab Montag
"Ich hatte im Training eigentlich ein paar Probleme, deswegen war ich mir nicht so sicher, wie es laufen wird", sagte Nolte nach ihrem Sieg vor ihrer Teamkollegin und Vizeweltmeisterin Kim Kalicki. Olympiasiegerin Mariama Jamanka verpasste sowohl im Einzelschlitten (11.) als auch im Zweier (4.) das Podest.
Das Resümee des Bundestrainers war unter dem Strich positiv: "Ich bin sehr zufrieden. Im Olympia-Jahr rückt alles dichter zusammen, das haben wir schon im Mono gesehen. Das war ein sehr, sehr guter Auftakt", sagte Rene Spies.
Bereits in der kommenden Woche sind weitere Rennen in Innsbruck geplant, wo wie in ganz Österreich ab Montag ein harter Lockdown auch für Geimpfte gilt. Die Pilotinnen und Piloten dürfen dann nur noch zwischen Hotel und Bahn hin und her pendeln. Großen Einfluss nehmen die Maßnahmen laut Lochner aber nicht: "Wir sind das ja von der Vorsaison bereits gewohnt."
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(SID)

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