Olympia 2026 - Bob, Bruder Issam tröstet Adam Ammour nach verpasster Bronze-Medaille im Vierer: "Leben geht weiter"
Update 22/02/2026 um 15:26 GMT+1 Uhr
Bobpilot Adam Ammour hat nach seiner verpassten Bronze-Medaille im Viererbob bei Olympia 2026 im Eurosport-Interview ehrliche Worte gefunden. "Am Ende waren es vier Hundertstel. Das heißt: Es hätte jeder kleine Fehler sein können", sagte der amtierende Europameister in der Disziplin selbstkritisch: "Wir hätten besser sein können. Wir haben überall ein bisschen Zeit liegen gelassen."
Ammour erklärt verpasstes Bronze: "Das waren die vier Hundertstel ..."
Quelle: Eurosport
Ammour hatte mit seinem Bruder Issam, Joshua Tasche und Alexander Schaller vor dem vierten Durchgang auf Rang drei hinter den Bobs des späteren Olympiasiegers Johannes Lochner und des Rekordweltmeisters Francesco Friedrich gelegen.
Nach einem ruppigen vierten Lauf fiel Ammour noch hinter den Schweizer Michael Vogt zurück. Insbesondere eine Stelle blieb ihm dabei im Gedächtnis: "Die Fahrt war nicht perfekt. Aus der Neun (Kurve neun, Anm. d. Red.) habe ich einen kleinen Drift mitgenommen. Das waren womöglich die vier Hundertstel."
Die Enttäuschung über den Verlust seiner zweiten Bronzemedaille nach Platz drei im Zweierbob vor einigen Tagen war Ammour deutlich anzumerken. "Ich habe einfach versucht, so sauber wie es geht, zu fahren. Im oberen Bahnteil sieht man die Zeiten und die waren beide noch auf grün. Dann habe ich es unten verhauen und am Ende hat es nicht mehr gereicht", analysierte der 24-Jährige.
Issam Ammour hatte den Hessen bereits direkt im Anschluss an die entscheidende Fahrt getröstet. Auf die Frage, was er seinem Bruder gesagt habe, antwortete der 32-Jährige: "'Das Leben geht weiter.' Was soll man machen? Wir müssen erhobenen Hauptes da rausgehen und alle an uns arbeiten. Das ist eine Teamleistung. Wir stehen und fallen zusammen."
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Trotz der aufmunternden Worte von Issam war Adam Ammour noch nicht gänzlich bereit, nach vorne zu schauen. Darauf angesprochen, ob er sich bereit fühle, das Erbe der goldenen Generation aus Lochner und Friedrich anzutreten, erklärte Ammour: "Man weiß nie, was passiert. Gerade sieht es noch gut aus. Ich versuche, dranzubleiben."
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