Olympia 2026 - Georg Fleischhauers Goldmission im Eiskanal im Bobsport mit Johannes Lochner - und auf OnlyFans

Im Alter von 37 Jahren präsentiert sich Bob-Anschieber Georg Fleischhauer nicht nur im Eiskanal in der Form seines Lebens. Auf der Erotikplattform "OnlyFans" gibt er exklusive Einblicke in seine Reise zu olympischem Gold. Damit macht der ehemalige Leichtathlet jedoch deutlich, dass pornografische Bilder tabu sind. Der Fokus gilt ohnehin dem Eiskanal als Anschieber von Johannes Lochner.

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Quelle: Eurosport

Es gibt Fantasien, die möchte Georg Fleischhauer dann lieber doch nicht erfüllen. "Oft wird direkt nach mehr gefragt", räumt der Bob-Sportler schmunzelnd ein, wenn er über seine neu gewonnene Anhängerschaft im Internet spricht: "Und, naja - das kann ich nicht machen. Ich bin ja professioneller Athlet."
Ein ziemlich erfolgreicher sogar, in diesen Tagen bereitet sich die deutsche Medaillenhoffnung auf die Winterspiele in Cortina d'Ampezzo vor: Der noch in der DDR geborene Fleischhauer kämpft als Anschieber von Johannes Lochner um Gold - stand zuletzt aber eben auch wegen seiner Erfahrungen mit der Erotikplattform "OnlyFans" im Fokus.
Diese sei letztlich nur ein Zuverdienst, "ein Nebeneffekt", sagt der 37-Jährige dem "SID". Pornografische Inhalte sind tabu. "Sinnliche, hochwertige" Bilder eines Athletenkörpers verspricht die Profilbeschreibung.
Im Endspurt zu Olympia hat er online noch einmal nachgelegt: Bis sechs Tage vor seinem ersten Wettkampf (16. Februar live bei Eurosport und HBO Max) gibt es Rabatt für Privates vom 1,95 m großen Sportler. Davon erhofft er sich "zu den Spielen hin nochmal einen Schub", bislang sei das Geschäft nämlich bloß "okay" angelaufen. Das Sonderangebot hat er gedeckelt, denn das teils "stundenlange Schreiben" in persönlichen Chats bedeute "viel Aufwand".

Ehemaliger Hürdensprinter in der Weltspitze

Und eigentlich hat der studierte Wirtschaftsingenieur aus Halberstadt ja sowieso ganz andere Prioritäten. "Primär geht es mir darum, schnell zu sein", sagt der Bob-Weltmeister von 2023. Das war eigentlich schon immer so. Doch erst jetzt, im Spätherbst seiner Karriere, kommt er den olympische Medaillen nahe.
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Quelle: Eurosport

Fleischhauer war lange in der Leichtathletik aktiv, hatte schon 2012 die Sommerspiele in London fest im Blick. Über 400 Meter Hürden zählte er im Jahr zuvor noch zur Weltspitze, stand bei der Leichtathletik-WM im Halbfinale.
"Seit 2012 versuche ich es", sagt er, einige hätten ihn auf seinem langen Weg bereits abgeschrieben. Erst im Alter von 31 Jahren stieg er dann in den Bob um - und zeigte schnell viel Potenzial.

Entscheidung zwischen Friedrich und Lochner

Fleischhauer war so gut, dass er sich zwischen Lochner und Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich entscheiden konnte, zwischen den seit Jahren besten Bobfahrern der Welt. 2024 bekannte er sich zu Lochner, zu "Hansi" also, "weil die Chancen mit ihm höher waren, meine Ziele zu verwirklichen, nämlich zweimal Gold".
Zuletzt, bei der Olympia-Generalprobe in St. Moritz, untermauerten beide ihr Selbstverständnis. Mit Bahnrekord holte das Gespann den EM-Titel vor Friedrich. Siege sollen nun unbedingt auch in Norditalien gelingen.
Auch für Lochner geht es nämlich um das erste Olympiagold, der Bayer habe "so einen inneren Druck aufgebaut", sagt Fleischhauer. Und während der lange herbeigesehnten Winterspiele werden dann auch seine anderen Standbeine noch mehr in den Hintergrund rücken: der Job als Teilzeitberater bei einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft; und die Anfragen der neuen Fans im Internet.
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(SID)
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