Der langjährige Bundestrainer aus Ohlstadt im Oberbayerischen sammelte in seiner aktiven Karriere zahlreiche internationale Medaillen, Höhepunkt war der Olympiasieg im Zweierbob bei den Winterspielen 1972 in Sapporo.

Der fünfmalige Weltmeister galt schon in jungen Jahren als Tüftler und Mann mit großem fahrerischen Talent. Mit seinem sechs Jahre älteren Kumpel Peter Utzschneider stieg Zimmerer 1965 erstmals in den Bob. Zwei Jahre später gelang der Durchbruch, EM-Bronze war der erste Lohn.

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Es folgte eine höchst erfolgreiche Laufbahn für den gelernten Bäckermeister, finanziell brachte das Bobfahren allerdings schon damals nicht viel ein. Für Olympiagold 1972 gab es 5000 Mark - dank eines Werbevertrages war Zimmerer eine Zeit lang immerhin von der geregelten Arbeit freigestellt.

Ebenfalls 1972 holte er zudem Bronze im Vierer, bei den Spielen 1976 in Innsbruck waren es dann Silber im kleinen und Bronze im großen Schlitten. "Wir standen bis zum Ende in den großen Rennen immer auf dem Podest - eine stolze Serie", sagte Zimmerer später.

Das Engagement als Bundestrainer folgte gleich im Anschluss, von 1976 bis 1984 war Zimmerer für die deutschen Bobs verantwortlich. Seine Athleten konnten in dieser Phase mit den damals herausragenden DDR-Piloten vor allem mit Blick auf das Material nicht mithalten. Stefan Gaisreiter holte 1979 auf der Heimbahn am Königssee den einzigen WM-Titel im Vierer.

Bei den Winterspielen von Sarajevo 1984 verpassten die bundesdeutschen Bobs in beiden Wettbewerben deutlich die Medaillen, Zimmerer nahm als Trainer Abschied. Anschließend arbeitete er noch bis 1997 als Angestellter im Murnauer Pass-Amt. Auch seine große Popularität habe ihm zu diesem sicheren Job in der Heimatgemeinde verholfen, sagte er später.

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