Eurosport
Anthony Joshua gewinnt Kampf gegen Jermain Franklin und will Duell mit Tyson Fury
Von
Publiziert 02/04/2023 um 01:02 GMT+2 Uhr
Der frühere Box-Weltmeister Anthony Joshua hat auf dem Weg zurück auf den Schwergewichts-Thron einen Pflichtsieg gefeiert. In London gewann der 33 Jahre alte Brite seinen Aufbaukampf gegen den US-Amerikaner Jermaine Franklin nach Punkten. Hatte er im Vorfeld für den Fall einer Niederlage seinen Rücktritt angekündigt, darf der einstige Klitschko-Bezwinger wieder von einem WM-Kampf träumen.
Joshua nimmt Fury nach Sieg über Franklin ins Visier
Quelle: Perform
Mit blutüberströmter Hose reckte Anthony Joshua die Siegerfaust in die Höhe, doch seine Frustration war dem Box-Superstar anzusehen. Kein K.o., viel Mühe und müde Beine: Die Rückkehr in den Ring hatte sich der 33-Jährige ganz anders vorgestellt.
Gegen Aufbaugegner Jermaine Franklin siegte Joshua am Samstag in London ungefährdet nach Punkten, den Glanz alter Tage verbreitete der frühere Schwergewichts-Weltmeister aber zu keiner Zeit.
"Tief im Inneren bin ich nicht glücklich, denn das ultimative Ziel ist ein K.o.", sagte Joshua. Sogar mit dem Rücktritt hatte er gedroht, sollte er gegen den US-Amerikaner Franklin verlieren.
So weit kam es nicht, doch der auf ihm lastende Druck war dem Briten stets anzusehen. Als die finale Glocke schon geläutet war, ließ sich Joshua noch zu einem leichten Schlag auf Franklins Hinterkopf verleiten, der Frust saß tief.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/04/02/3673068.jpg)
Anthony Joshua
Fotocredit: Getty Images
"Battle of Britain" gegen Fury?
Und doch träumt der einstige Dominator wieder vom WM-Gürtel und dem "Battle of Britain" - und richtete sich dafür direkt an den ungeschlagenen WBC-Weltmeister Tyson Fury.
"Die Boxwelt braucht das. Der Ball liegt bei ihm. Hoffentlich kriegen wir das früher oder später hin. Wir werden nicht jünger", sagte Joshua nach seinem 25. Sieg im 28. Profikampf (drei Niederlagen).
Furys Vereinigungskampf mit dem Ukrainer Alexander Usyk, der Joshua 2021 alle seine Gürtel abgenommen und ihm auch im Rückkampf die Grenzen aufgezeigt hatte, ist geplatzt - und Joshua wittert seine Chance: "Ich jage immer noch dem Traum nach."
Zwar sei ein weiterer Aufbaugegner "ideal, aber manchmal bietet sich eine Gelegenheit, die man mit beiden Händen ergreifen mus".
Künftiger Dominator der Königsklasse
Joshua galt besonders nach seiner spektakulären Titelverteidigung im Jahr 2017, als er Box-Ikone Wladimir Klitschko in die Rente schickte, lange als künftiger Dominator der Königsklasse und gnadenloser K.o.-Schläger.
Sein Abstieg begann jedoch schon im Juni 2019 mit der völlig überraschenden K.o.-Niederlage gegen den US-Amerikaner Andy Ruiz Jr., wobei Joshua seine Titel damals im Rückkampf sechs Monate später zurückerobern konnte - ehe gegen Usyk die nächsten Rückschläge folgten.
Nun will Joshua erneut zurück auf den Box-Thron - zumindest ein erster kleiner Schritt ist gemacht. Auch die Fans forderten am Samstag ein Duell mit Fury. "Ich bin zu 100 Prozent dabei", sagte Joshua und kündigte an: "Ihr werdet mich im Sommer wiedersehen."
(SID)
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Fury beleidigt Usyk übel
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/08/21/3436201-70109188-2560-1440.png)
Nach vergeigter Titelchance: Joshua kommen auf PK die Tränen
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung