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Vom Klempner zum Multimillionär: UFC-Ikone McGregor kennt keine Grenzen
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Publiziert 23/08/2017 um 15:19 GMT+2 Uhr
In der Nacht zum Sonntag steigt in Las Vegas das Kampf-Spektakel zwischen der Box-Ikone Floyd Mayweather und MMA-Star Conor McGregor. Der irische Käfigkämpfer ist der Vorzeigeathlet einer boomenden Sportart. Obwohl Mayweather unbesiegt ist und als Favorit gilt, hat McGregor kein Problem damit zu zeigen, dass er vorhat die Zeichen umzudrehen.
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Gorilla-Tattoo auf der Brust, Pelzmäntel und geblümte Leggings im Schrank - aber auch schnelle Fäuste und ein loses Mundwerk: Conor McGregor ist der schillernde Vorzeige-Athlet der Mixed-Martial-Arts-Szene und ein Multi-Millionär. Der Mega-Fight gegen Box-Ikone Floyd Mayweather Jr. in der Nacht zum Sonntag (3.00 Uhr) ist der nächste logische Schritt.
Er ist anders. Er ist "The Notorious". Der "Berüchtigte" hat nicht zuletzt wegen seiner extrovertierten Auftritte diesen Namen redlich verdient.
Hasstiraden gegen seine Gegner und manchmal auch deren Verwandtschaft sind ebenso Usus wie gezielte Sticheleien und Provokationen. Mayweather beispielsweise legte er bei einer Pressekonferenz nahe, "zuerst einmal seine Steuerschulden zu bezahlen". McGregors Trainingsraum ziert derweil ein großes Wandgemälde, auf dem er Mayweather eine linke Gerade verpasst. Vielsagend postete er davon ein Bild bei Instagram. Ein Foto wie ein Versprechen. Und auch, wenn Mayweather als Ex-Weltmeister der klare Favorit bleibt: Dass er seine Versprechen hält, hat McGregor längst bewiesen. Schon als Kind.
Von Kindsbeinen an anders
Der junge Conor begann im Alter von 15 Jahren mit Kickboxing, er boxte nebenher auch klassisch und begeisterte sich für Jiu-Jitsu. Die Schule vernachlässigte er nahezu völlig. "Ich fand darin keinen Nutzen", sagte McGregor dem US-Sportmagazin "Bleacher Report". So war es auch seine Mutter Mags, die ihm die Ausbildung zum Klempner besorgte. Als er aber den sicheren Job für ein Leben als Käfigkämpfer hinwarf, waren seine Eltern außer sich. "Es wird dir leid tun, wenn ich Millionär bin", sagte Conor damals zu seinem Vater Tony. Der lachte ihn nur aus.
"Welcher andere Ire hat so eine Karriere geschafft?", hatten McGregors Eltern entrüstet gefragt. Keiner. Heute gibt Tony McGregor zu, dass sein Sohn es geschafft hat. Nach seinem Debüt beim MMA-Marktführer Ultimate Fighting Championship (UFC) im Jahr 2013 ging es für Conor steil bergauf. Am 12. Dezember 2015 schlug er den bis dahin zehn Jahre unbezwungenen Federgewichts-Champion Jose Aldo aus Brasilien nach nur 13 Sekunden K.o. und holte den ersten Titel seiner Karriere. Nebenbei sorgte er für den schnellsten Knockout der UFC-Geschichte.
Für einen Kampf und Rekorde gut
Nach einer bitteren und überraschenden Pleite im Weltergewicht gegen den US-Amerikaner Nate Diaz im Vorjahr und dem triumphalen Comeback im Rückkampf besiegte er im November den Leichtgewichts-Champion Eddie Alvarez und hielt als erster UFC-Fighter zwei Titel gleichzeitig. Durch seine Erfolge konnte McGregor das Versprechen an seinen Vater halten: Mit 34 Millionen US-Dollar liegt McGregor laut Forbes auf Platz 24 der bestbezahlten Sportler 2017.
Furchtlos gegen Mayweather
Um den Erlös zu steigern, wechselt McGregor gar die Sportart. Das zum Weltereignis hochgeschriebene Box-Duell mit Mayweather soll insgesamt 623 Millionen Dollar einbringen. McGregor selbst rechnet für sich mit 100 Millionen Dollar - und einem Sieg gegen einen der besten Boxer der Neuzeit. Wie es seine Art ist, schert sich der Ire nicht um die Klasse des Gegners, dessen Kampfbilanz von 49 Siegen in 49 Kämpfen oder die Tatsache, dass er selbst seit der Jugend nicht mehr geboxt hat. Er sagt trotzdem einen K.o. nach spätestens der zweiten Runde voraus, ganz klar.
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