Oleksandr Usyk legt WM-Titel nieder - Kampf mit deutscher Schwergewichts-Hoffnung Agit Kabayel wohl ausgeschlossen

Box-Champion Oleksandr Usyk legt seine drei verbliebenen WM-Titel nieder, ein Kampf gegen die deutsche Schwergewichts-Hoffnung Agit Kabayel ist damit höchstwahrscheinlich ausgeschlossen. Seine Karriere wird der Ukrainer allerdings nicht beenden. "Ich lege meine Gürtel nieder, verlasse aber nicht den Boxsport. Es wird mehr kommen", sagte der 39-Jährige am Freitag in einer "Instagram"-Botschaft.

Box-Champion Oleksandr Usyk hat sich dafür entschieden, seine drei verbliebenen WM-Titel niederzulegen

Fotocredit: Getty Images

Der frühere Champion aller Verbände besaß zuletzt noch die Gürtel nach Version der WBA, WBC und IBF. Den WBC-Titel hatte Usyk zuletzt in Gizeh gegen den Niederländer Rico Verhoeven erfolgreich verteidigt. Kabayel war danach zum Ukrainer in den Ring gestiegen und hatte seine Forderung nach einem Kampf wiederholt.
"Natürlich wollte ich sehr gerne gegen ihn kämpfen. Aber so geht es immerhin weiter und man kann planen. Das zeigt den Respekt, den Usyk gegenüber dem Boxsport hat", sagte Kabayel auf SID-Anfrage.
Usyk reagierte wie zuvor schon ausweichend - große Lust auf einen Kampf gegen Kabayel hatte er nie gezeigt. Die WBC hatte den Kampf zwischen Usyk und Kabayel zuletzt angeordnet.
Für Kabayel (33), der seine 27 Profi-Kämpfe gewonnen hat, ergeben sich nun zwei Möglichkeiten. Entweder erklären ein oder mehrere Verbände ihn als Top-Herausforderer nun direkt zum Weltmeister - er wäre der erste deutsche Champion im Schwergewicht seit Max Schmeling. Oder der Titel wird als vakant angesehen und Kabayel erhält einen Fight um den bzw. die Gürtel.

Kabayel voll des Lobes für Usyk

Für den künftigen Ex-Champ hatte Kabayel nur lobende Worte: "Usyk hatte eine großartige Karriere. Zu einem großen Champion in und außerhalb des Rings gehört auch, der neuen Generation das Feld zu überlassen, wenn es soweit ist und Dinge nicht künstlich herauszuzögern."
Wie es für Usyk weitergeht, ist ebenfalls offen. Zuletzt war über Verbindungen zur Organisation "Zuffa Boxing" des UFC-Bosses Dana White berichtet worden.
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(SID)
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