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Wladimir Klitschko: "Kernkraft hat keine Zukunft"
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Publiziert 29/01/2015 um 11:16 GMT+1 Uhr
Wladimir Klitschko hat sich als Anhänger der in Deutschland eingeleiteten Energiewende geoutet. "Kernkraft hat keine Zukunft mehr", sagte der Ukrainer beim Deutschland-Dinner des "Handelsblatts" in Hamburg. Wladimirs Vater wurde bei der Reaktorkatastrophe 1986 in Tschernobyl der erhöhten radioaktiven Strahlung ausgesetzt und 2011 im Alter von nur 64 Jahren an Lymphdrüsenkrebs.
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Wladimir Rodionowitsch Klitschko, Vater von Wladimir und Vitali, war als Armeeoffizier Helfer nach dem GAU von Tschernobyl.
"Tschernobyl war ein Tiefschlag für die ganze Welt", sagte Vitali 2011 bei der Vorstellung eines Kino-Films über die Klitschko-Brüder in Berlin. Die Familie Klitschko verbindet eine bedrückende Erinnerung mit den Geschehnissen von damals.
"Wir haben in Kiew gelebt, rund 100 Kilometer von Tschernobyl. Plötzlich musste Vater weg. Er war beim Militär", so Vitali. Der ältere der Brüder war damals 14 Jahre alt und erinnert sich, als Kind nichts von dem begriffen zu haben, was da passiert war.
"Bleibt in der Wohnung, geht nicht raus"
"Alles war streng geheim. Vater rief an und sagte nur: Bleibt in der Wohnung, geht nicht raus", erinnert sich auch Wladimir an damals. "Vater meinte nur, es ist ein großes Unglück passiert, worüber er nicht sprechen durfte."
Als der Vater schließlich vom Einsatz zurückkehrte, war er krank, hatte Krebs. So ist es umso verständlicher, dass Wladimir Klitschko sagt: "Kernkraft hat keine Zukunft mehr."
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