Ukraine-Krieg: Bernd Bönte sorgt sich um Klitschko-Brüder - Witali und Wladimir mit Video-Botschaft

Box-Manager Bernd Bönte sorgt sich nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine um seine beiden ehemaligen Schützlinge Witali und Wladimir Klitschko. "Die beiden werden für die Freiheit der Ukraine kämpfen. Wladimir und Witali Klitschko werden alles tun, was möglich ist", sagte Bönte im Interview mit "Sports Illustrated". Inzwischen meldeten sich auch Klitschko-Brüder selbst zu Wort.

Wladimir Klitschko (l.) und sein Bruder Witali

Fotocredit: Getty Images

Bernd Bönte sagte der "Sports Illustrated" weiter: "Weiter will ich gar nicht denken, weil ich diese Situation von außen gar nicht einschätzen kann. Aber wie jeder weiß, sind die beiden keine Maulhelden."
Bönte begleitete das Brüder-Paar aus der Ukraine auf dem Weg zu Weltmeistern im Schwergewicht und Stars des Boxens, Witali ist seit 2014 Bürgermeister von Kiew.
"Ich habe beiden geschrieben. Ich hätte sie auch anrufen können, aber Wladimir und Witali haben im Moment ganz andere Sorgen", sagte Bönte: "Ich habe ihnen ganz persönlich mitgeteilt, was ich über diesen Krieg denke und wie ich mit ihnen fühle. Das tut mir einfach weh. Aber nicht nur für die beiden, sondern durch meine engen Verbindungen auch für das ganze Land."
Am Mittag meldeten sich auch die beiden Brüder zu Wort. Vitali Klitschko wendete sich in einer emotionalen Video-Botschaft direkt an die Bevölkerung: "Liebe Ukrainer, liebe Einwohner von Kiew! Was Russland getan hat, ist eine große Tragödie! Es ist nicht nur eine Tragödie für die Ukraine, sondern für ganz Europa. Ich bin aber sicher, dass wir das überleben. Wir werden aufrecht stehen bleiben und Stärke und Kampfgeist zeigen."

Wladimir Klitschko: "Dieser Krieg ist sinnlos"

Bruder Wladimir richtete seine Worte ans Ausland: "Ich rufe alle unsere internationalen Partner dazu auf, die Tragödie zu beobachten, die sich in der Ukraine ereignet. Dieser Krieg ist sinnlos. Er wird keine Gewinner hervorbringen, sondern nur Verlierer. Wir müssen zusammenstehen angesichts der russischen Aggression. Lassen Sie nicht zu, dass das weiterhin geschieht, weder in der Ukraine, noch in Europa, noch irgendwo auf der Welt. Zusammen sind wir stark! Unterstützen Sie die Ukraine!"
Wladimir postete am Nachmittag auch auf Instagram einen langen Text auf Englisch. "Ich schreibe Ihnen aus Kiew, der Hauptstadt eines Landes im Krieg, eines Landes, das von allen Seiten angegriffen und überfallen wird. Es ist nicht "der Krieg der Ukraine", es ist Putins Krieg", eröffnete er sein ausführliches Statement.
"Hinter dem Nebel der letzten Wochen verbargen sich akribische Vorbereitungen, um einen Plan in Gang zu setzen, der seit Monaten ausgearbeitet wurde. Schluss mit dem Nebel und den falschen diplomatischen Erklärungen. Jetzt bedient sich der russische Präsident einer Kriegsrhetorik in reinster bolschewistischer Tradition und schreibt die Geschichte um, um seine Neuaufteilung der Grenzen zu rechtfertigen", schrieb der 45-Jährige weiter.
Abschließend schickte er nochmal eine eindrückliche Warnung: "Die europäische Lebensweise ist bedroht, die Entscheidungsfreiheit der Völker ist bedroht, und damit auch die Demokratie."
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(mit SID)
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Quelle: Eurosport

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