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Rallye Dakar: Carlos Sainz und Sébastien Loeb liefern sich Zweikampf um Gesamtsieg bei Saison-Highlight
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Publiziert 17/01/2024 um 10:41 GMT+1 Uhr
Bei der Rallye Dakar liefern sich Sébastien Loeb und Carlos Sainz ein heißes Duell. Welcher der beiden auch gewinnt, eines steht so gut wie fest. Durch seine Teamkollegen bei Audi, Stéphane Peterhansel und Mattias Ekström, kann der in der Gesamtwertung führende Spanier Sainz auf deutlich mehr Unterstützung rechnen, als Loeb im Prodrive. Für den Franzosen spricht allerdings die Form.
Sébastien Loeb im Prodrive
Fotocredit: Getty Images
Vollendet Sébastien Loeb seine Aufholjagd? Oder behauptet Carlos Sainz die Pole Position bis zum Roten Meer? Das Rennen um den Gesamtsieg der Dakar ist längst zum Zweikampf geworden. Kurz vor dem Ende des legendären Wüstenklassikers in Saudi-Arabien heißt es nur noch: Rallye-Rekordweltmeister gegen "El Matador".
Für Loeb ist die Ausgangslage klar. "Wir müssen versuchen, weiter anzugreifen und den Druck aufrechtzuerhalten", sagte der 49-Jährige im "SID"-Gespräch am Dienstag. Sonnengebräunt, mit Truckercap auf dem Kopf und verspiegelter Sonnenbrille auf der Nase zeigte sich Loeb im Biwak in Al-Ula selbstbewusst.
Nicht ohne Grund. Drei Etappensiege in den vergangenen vier Tagen, einen weiteren Erfolg nur wegen eines Navigationsfehlers verschenkt: Die Formkurve spricht klar für den Franzosen im Prodrive.
Der Vorteil allerdings liegt bei Sainz im Audi - in gleich doppelter Hinsicht. Denn einerseits geht der spanische Spitzenreiter mit einem relativ komfortablen Vorsprung von 20:33 Minuten in die abschließenden drei Teilstücke. Und andererseits kann sich der 61-Jährige auf die volle Unterstützung seiner Mannschaftskollegen verlassen.
Sainz kann auf Doppel-Unterstützung rechnen
Da sowohl Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel als auch der frühere DTM-Champion Mattias Ekström im Gesamtklassement weit zurückliegen, setzen die Ingolstädter alles auf die Karte Sainz. Ein Paradebeispiel? Die neunte Etappe von Hail nach Al-Ula.
"Nach dem Start hielt ich sechs Minuten lang an, um auf Carlos zu warten. Und ich fuhr die gesamte Etappe hinter ihm für den Fall, dass es technische Probleme gibt", berichtete Peterhansel und machte aus der Audi-Taktik keinen Hehl.
Vorne navigierte Ekström für Sainz, der von der Eskorte profitierte: "Die drei Autos waren zusammen, das war gut. Ich wusste, dass ich etwas Unterstützung hinter mir hatte."
Bei Loeb hingegen sieht die Welt diesbezüglich anders aus, wie der Gesamtzweite schilderte. Denn sein Teamkollege, Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah, "fliegt jetzt nach Hause. Ich werde keine Hilfe haben und die nächsten Tage alleine sein."
Loeb im Nachteil?
Im Gesamtklassement weit abgeschlagen und von wiederkehrenden technischen Schäden desillusioniert, war der Katarer am Dienstag ausgestiegen.
Insbesondere auf dem harten, steinigen Teilstück am Donnerstag könnte das für Loeb zum Nachteil werden. Denn auf den 480 Wertungskilometern von Al-Ula nach Yanbu fürchten die Favoriten Reifenschäden. Da wäre es "sicherlich gut", so der Prodrive-Pilot, "ein Auto in meiner Nähe zu haben."
Wer der beiden auch immer gewinnt, wer auch immer nach der Schlussetappe am Freitag in Yanbu jubelt, eines scheint schon jetzt gewiss: Es wird einen Debütsieg geben. Denn für Loeb wäre es im achten Anlauf der erste Dakar-Triumph. Und Sainz, selbst bereits dreifacher Champion, würde Audi im dritten und letzten Start den ersehnten Coup im Hybridrennwagen bescheren.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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