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Beau Greaves mischt die Darts-Welt auf: Eine junge Frau beweist, dass Talent keine Geschlechtergrenzen kennt
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Publiziert 04/11/2025 um 11:49 GMT+1 Uhr
Die Engländerin Beau Greaves beweist, dass Talent keine Geschlechtergrenzen kennt. Dabei hatte sie sich selbst noch vor einem Jahr für eine Trennung zwischen Männern und Frauen ausgesprochen. Bei der Junioren-WM besiegte sie schließlich Wunderkind und Weltmeister Luke Littler. Beim Grand Slam of Darts im englischen Wolverhampton nimmt sie es gleich mit der gesamten Weltspitze auf.
Beau Greaves macht die Darts-Szene unsicher
Fotocredit: Getty Images
Vor Lob kann sich Beau Greaves kaum noch retten. 86 Siege in Serie, drei WM-Titel bei den Frauen am Stück - und Luke Littler hat sie auch schon besiegt: Die 21 Jahre alte Engländerin mischt die Darts-Szene auf, sogar der Weltmeister fürchtet sich bereits. Sie selbst hätte das niemals für möglich gehalten.
"Männer und Frauen sollten getrennt Darts spielen", hatte Greaves noch im vergangenen Jahr skeptisch gesagt: "Ich glaube einfach nicht, dass wir jemals gut genug sein werden, um gegen Spieler wie Luke Humphries, Michael van Gerwen oder Littler anzutreten."
Doch das ist sie. Im Halbfinale der Junioren-WM warf sie Littler aus dem Turnier, Greaves überzeugte dabei mit einem herausragenden Average von 105 Punkten, dem drei Jahre jüngeren Littler genügten auch 107 Zähler im Schnitt nicht.
Bei einem Show-Event am vergangenen Sonntag wiederholte Greaves ihren Triumph über ihren Landsmann.
Auch Weltmeister Littler staunt über Greaves
"Was für ein Talent", sagte der 18-jährige Littler nach seiner zweiten Pleite innerhalb von drei Wochen - und fügte nicht ganz ernst gemeint an: "Nimm die Tourkarte lieber nicht an."
Diese hat sich Greaves, die aus Doncaster bei Sheffield stammt, über die Nachwuchsserie der PDC gesichert. Im kommenden Jahr wird sie somit als erst zweite Frau fest auf der Profitour spielen, vorher steht neben der WM in London noch der Grand Slam an.
Für das drittwichtigste Turnier im PDC-Kalender qualifizierte sich Greaves dank ihrer Erfolge in der Frauen-Serie. Dort gewann sie die letzten 13 Turniere. Ab Samstag geht's dann auf die große Bühne.
In Wolverhampton kämpft die Weltelite um 650.000 Pfund Preisgeld, nahezu alle Topspieler sind versammelt. Wie auch Greaves, die zum dritten Mal dabei ist und in der schwierigen Gruppe G auf die früheren Weltmeister Michael van Gerwen und Gary Anderson sowie den Mainzer Niko Springer trifft.
Greaves machte schon mit elf auf sich aufmerksam
Den Rummel um ihre Person versucht Greaves, nicht zu Kopf steigen zu lassen. Sie wohnt noch bei ihren Eltern in Doncaster. Mit dem Darts begann sie früh, die ersten Pfeile warf sie im Zimmer ihres älteren Bruders Taylor. Schon mit elf Jahren machte sie mit Siegen über die damaligen Topspielerinnen Lisa Ashton und Deta Hedman auf sich aufmerksam.
Nach ihrem WM-Debüt 2023 hatte sich Greaves, in der Szene "Beau 'n' Arrow" genannt, auch in den letzten Jahren für den Ally Pally qualifiziert, aber stets abgesagt. Sie wollte lieber die Frauen-WM spielen, einen Start bei beiden Turnieren verbietet die PDC.
Greaves holte drei Titel nacheinander. Nun könnte sie bei ihrem zweiten Start in London sogar als Junioren-Weltmeisterin antreten, im Finale Ende des Monats trifft sie auf den niederländischen Europameister Gian van Veen.
Greaves ist "jetzt schon ein Star"
Ihr ungeheures Talent ist längst bekannt. Auf der PDC-Tour werde sie "aufblühen", prophezeit der Weltranglistenerste Humphries.
Darts-Kommentator Rod Studd geht noch einen Schritt weiter: "Sie ist schon jetzt ein Star. Ihr Geschlecht spielt dabei keine Rolle. Wäre sie Brian Greaves, wäre sie immer noch unglaublich. Es geht um das Niveau, auf dem sie spielt."
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(SID)
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Quelle: Perform
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