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Darts-WM: Ricardo Pietreczko scheitert als letzter Deutscher im Achtelfinale - Nathan Aspinall setzt sich souverän durch
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Update 30/12/2024 um 19:31 GMT+1 Uhr
Endstation Aspinall: Der Traum von Ricardo Pietreczko vom Titel bei der Darts-WM ist geplatzt. Gegen den Weltranglistenzwölften Nathan Aspinall (England) setzte es im Achtelfinale eine deutliche 0:4-Niederlage, damit ist auch der letzte der sechs Deutschen bei der WM ausgeschieden. Das Erreichen der Runde der letzten 16 ist dennoch der wohl größte Erfolg in Pietreczkos Karriere.
Ricardo Pietreczko bei der Darts-WM 2025 in London
Fotocredit: Getty Images
Ricardo Pietreczko rang sich trotz seiner deutlichen Achtelfinal-Pleite bei der Darts-WM noch ein Lächeln ab - dann ging er schonungslos mit sich selbst ins Gericht.
"Es könnte sogar sein, dass ich der Schlechteste war, der je in einem Achtelfinale gespielt hat", sagte der 30-Jährige im "Sport1"-Interview mit Blick auf seinen Average von nicht mal 79.
Das Ergebnis war folgerichtig: Nach dem 0:4 gegen den Weltranglistenzwölften Nathan Aspinall war für ihn in der Runde der letzten 16 Schluss, die WM geht ohne Deutsche ab Neujahr in die entscheidende Phase. "Heute war nicht mein Tag. Keine Ahnung, von Anfang an ist es nicht gelaufen", haderte Pietreczko, Spitzname "Pikachu".
Trotz der Klatsche allerdings war der 30-Jährige auch irgendwie von Stolz erfüllt. "Am Ende ist es egal: Ich war im Achtelfinale der WM, das kann mir keiner nehmen", erklärte Pietreczko, der erst als zweiter Deutscher nach dem 2023er-Halbfinalisten Gabriel Clemens die Runde der besten 16 im Alexandra Palace erreicht hatte.
Seinen einzigen Titel auf der PDC-Pro-Tour hat der Nürnberger bislang 2023 bei der German Darts Championship geholt.
Pietreczko: "Doppelquote war unterirdisch"
Am Montag war er weit von Titelreife entfernt, warf im Durchschnitt nur 78,46 Punkte, Aspinall 94,28. Auf den Doppelfeldern war Pietreczko sogar nur in 29 Prozent der Fälle erfolgreich. Nach dem Spiel folgte seine knallharte Analyse: "Das waren nicht die Averages, die ich bis jetzt gespielt habe, die Doppelquote war unterirdisch."
Überhaupt kam der 30-Jährige im stimmungsvollen Ally Pally nicht in Tritt. Feierte er bei Aspinalls Ankunft auf der Bühne noch freudig zum Einlauflied "Mr. Brightside" von The Killers mit, verging ihm die Freude schnell.
Nur selten wirkte Pietreczko mit seinen Würfen glücklich - auch wenn er nach schwachen Aufnahmen und einem schnellen 0:2-Rückstand immer wieder lächelte. Auch Aspinall bemerkte die schwache Vorstellung seines Gegners. "Er hat nicht das gespielt, was er kann", sagte der Engländer.
Aspinall schießt gegen Pietreczko: "Seltsamer Charakter"
Im dritten Satz kassierte Pietreczko ein schnelles Break, warf kurz darauf dann immerhin seine erste 180. Doch sie half nicht, auch dieser Durchgang ging an Aspinall.
Anschließend ließ der Engländer nichts mehr anbrennen und warf Pietreczko souverän raus. "Die letzten beiden Sätze waren so gut. Ich habe mir aber auch so viel Druck selbst gemacht", erklärte Aspinall weiter.
Aspinall hatte im Vorfeld gegen seinen Kontrahenten gestichelt. Pietreczko sei seiner Ansicht nach "ein großartiger Dartsspieler, aber ein seltsamer Charakter". Überhaupt wirkte dieser auf der Bühne nur selten mit seinen Würfen glücklich - auch wenn er nach schwachen Aufnahmen und einem schnellen 0:2-Rückstand immer wieder lächelte.
Aspinall jetzt gegen Littler?
Der 33-Jährige kam zum ersten Mal seit 2020 über das Achtelfinale hinaus. Entsprechend muss er nun zum Jahreswechsel umplanen: "Ich werde definitiv ein anderes Silvester haben, normalerweise bin ich ja schon raus".
Im Viertelfinale steht er nun möglicherweise vor einem Neujahrskracher gegen das 17 Jahre alte Wunderkind Luke Littler, sofern sich der junge Engländer am Montagabend gegen Ryan Joyce durchsetzen kann.
Pietreczko muss hingegen seine Koffer packen. "Es ist halt abhängig von der Tagesform, und heute lief es nicht gut", sagte er.
Pietreczko mit Weltmeister-Ansage
Trotzdem folgte eine kleine Kampfansage: "Nächstes Jahr wird es wieder besser - komme ich jedes Jahr eine Runde weiter, dann haben wir bald einen neuen Weltmeister", erklärte Pietreczko mit einem Schmunzeln. Im vergangenen Jahr war er bei seiner ersten WM-Teilnahme in der dritten Runde gegen den späteren Weltmeister Luke Humphries ausgeschieden.
Ebenfalls in der Mittagssession schied der Niederländer Kevin Doets gegen Chris Dobey (3:4) aus.
Doets hatte zuvor unter anderem den Weltmeister von 2023 Michael Smith ausgeschaltet. Callan Rydz, der schon Deutschlands Nummer eins Martin Schindler aus dem Turnier geworfen hatte, feierte derweil ein starkes Comeback gegen Gabriel Clemens' Bezwinger Robert Owen, machte aus einem 0:2 ein 2:2 und zwang seinen Kontrahenten über die volle Länge zu einem 4:3.
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(SID)
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Littler über WM-Sensation: "Hat mich sehr verändert"
Quelle: Perform
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