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Darts-WM: Martin Schindler scheitert an Scott Williams - Deutscher verpasst Achtelfinale nach klarer Führung
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Publiziert 27/12/2023 um 15:23 GMT+1 Uhr
Die deutschen Darts-Profi Gabriel Clemens und Martin Schindler haben das WM-Achtelfinale verpasst. Während Clemens sich mit einem 1:4 deutlich dem Engländer Dave Chisnall geschlagen geben musste, erlebte Schindler einen Thriller ohne Happy End: Trotz einer 2:0-Satzführung unterlag der Strausberger dem Engländer Scott Williams nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle im Londoner Alexandra Palace 3:4.
Martin Schindler
Fotocredit: Imago
Gabriel Clemens fragte erst höflich, dann aber sprach der Hoffnungsträger nach dem bitteren deutschen Darts-Tag in London Klartext. "Darf man das Wort mit 'SCH' im Fernsehen sagen? Weil ich scheiße gespielt habe, vor allem die ersten drei Sätze", begründete der Halbfinalist der vorherigen WM sein Drittrunden-Aus am Sport1-Mikrofon. Auch Martin Schindler verließ die große Bühne im Alexandra Palace mit hängenden Schultern.
Die beiden deutschen Profis verpassten das Achtelfinale am Mittwoch nach gänzlich unterschiedlichen Drittrunden-Partien gegen englische Kontrahenten. Während Clemens nach großen Schwierigkeiten auf die Doppelfelder deutlich 1:4 gegen Dave Chisnall verlor, erlebte Schindler einen Thriller ohne Happy End: Trotz einer 2:0-Satzführung unterlag der Strausberger nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle Scott Williams mit 3:4.
"Ich habe nicht viel falsch gemacht, nur minimal, ein bisschen", sagte Schindler am Sport1-Mikrofon frustriert. Auch wenn er mit 13 perfekten 180er-Würfen einen deutschen WM-Rekord aufstellte und unter dem Strich einen besseren Average als sein Gegner warf, reichte es am Ende nicht, um als zweiter Deutscher überhaupt in die Runde der letzten 16 einzuziehen.
Deutschland droht nach den Festtagen vor Weihnachten nun die große Ernüchterung. Nur noch zwei Chancen bleiben am Donnerstag - und die Aufgaben für Florian Hempel und WM-Debütant Ricardo Pietreczko haben es in sich: Der Wahl-Kölner Hempel trifft am Nachmittag (13.40 Uhr) auf den hoch gehandelten Stephen Bunting, am Abend (ca. 21.15 Uhr) bekommt es "Pikachu" mit Top-Favorit Luke Humphries zu tun.
Clemens legt Fehlstart gegen Chisnall hin
Clemens hatte einen Fehlstart hingelegt und war überhaupt nicht in die Partie gekommen. Die Doppel-Quote des Saarländers lag zwischenzeitlich bei sechs Prozent - ein katastrophaler Wert. "Man hat gesehen, dass ich es versucht habe. Es ist unheimlich schwer, ein 0:3 zu drehen. Auch mir ist es nicht gelungen", sagte er geknickt.
Das erste Duell zweier gesetzter Spieler wurde so zu einer eindeutigen Angelegenheit - auch wenn Clemens, der 2021 als erster deutscher Darts-Profi den Sprung in ein WM-Achtelfinale geschafft hatte, mit dem gewonnenen vierten Durchgang kurzzeitig Hoffnung schöpfte.
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Gabriel Clemens
Fotocredit: Getty Images
Schindler hatte mit zwei gewonnenen Sätzen zunächst an seinen überzeugenden Zweitrunden-Auftritt gegen den Niederländer Jermaine Wattimena (3:1) angeknüpft, dann verlor er aber mit fünf verlorenen Legs in Folge den Faden. Williams fand in einem irren Thriller fast immer eine Antwort.
Schindler haderte hinterher sehr, schließlich hatte sein Match vor den Augen von zahlreichen deutschen Fans - darunter BVB-Profi Nico Schlotterbeck - so gut begonnen. "Ich bin ehrlich, ich dachte nach der 2:0-Satzführung: Ich kann das Ding hier mit 4:1, vielleicht 4:2 holen. Ich habe auch auf das 4:0 gehofft. Er hat zu keiner Sekunde aufgegeben. Das muss man ihm hoch anrechnen", sagte der 27-Jährige. Die Entscheidung fiel schließlich in der Satzverlängerung.
Cross lässt nichts anbrennen
Mitfavorit Rob Cross ist derweil souverän ins Achtelfinale eingezogen. Der Weltmeister von 2018 gewann am Mittwoch mit 4:2 Sätzen gegen den aufmüpfigen Schweden Jeffrey de Graaf. Der Weltranglistenachte Cross trifft am Freitag in der Runde der letzten 16 nun auf den Waliser Jonny Clayton, Nummer neun der Setzliste, oder Krzysztof Ratajski (Nr. 24) aus Polen.
Cross konterte im Laufe der Partie immer wieder die starken Momente des in den Niederlanden geborenen de Graaf. Im sechsten Satz holte "Voltage" erst das benötigte Break und blieb dann bei eigenem Anwurf fehlerlos. Insgesamt spielte er 101,32 Punkte im Schnitt. In der Mittagssession waren zuvor bereits die Deutschen Martin Schindler (3:4 gegen Scott Williams) und Gabriel Clemens (1:4 gegen Dave Chisnall) ausgeschieden.
Am Abend bekommen die Fans im "Ally Pally" einige Leckerbissen zu sehen. Den Auftakt ab 20.10 Uhr macht der 16 Jahre alte Shootingstar Luke Littler gegen den Kanadier Matt Campbell. Es folgt der Auftritt des dreimaligen Weltmeisters Michael van Gerwen gegen seinen niederländischen Landsmann Richard Veenstra. Und zum Abschluss trifft der amtierende Titelträger Michael Smith auf den Letten Madars Razma.
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(SID)
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Stars der Darts-WM: Entertainer, Buhmann und "The Voice"
Quelle: SID
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