Silber ist in greifbarer Nähe, Gold nicht in unerreichbarer Ferne: Ingrid Klimke mit Franziskus und Benjamin Werndl mit Famoso haben Titelverteidiger Deutschland bei der Dressur-WM in Herning schon am ersten Tag auf einen nahezu sicheren Medaillenplatz geführt.
Beide zeigten fehlerfreie Leistungen auf dem Viereck und wurden dafür mit persönlichen Bestnoten in der zweitschwersten internationalen Dressurprüfung belohnt.
Es führt Gastgeber Dänemark mit hauchdünnem Vorsprung, hinter der deutschen Equipe folgen die Niederlande auf Platz drei.
Pferdesport
Dressurpreis von Aachen: Wandres Zweiter hinter Dufour
03/07/2022 UM 13:08
Deren Topreiterin Dinja van Liere mit ihrem außergewöhnlichen, erst zehn Jahre alten Hengst Hermes bekam mit 78,214 Prozentpunkten die Tageshöchstnote. Zweitbester in der Einzelwertung war Werndl mit 77,003.
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Nach Schreckmoment: Klimke strahlt über ihre Leistung

Klimke bekam das Strahlen nach ihrem Ritt gar nicht mehr aus dem Gesicht. "Toll hat er das gemacht, oder", fragte sie in die Runde und erntete zustimmendes Nicken von allen Seiten. Mit ihrem 14-jährigen Hannoveraner Hengst Franziskus legte Klimke bei ihrem Championats-Debüt in der deutschen Dressur-Equipe als Startreiterin vor, ihre 75,683 Prozentpunkte waren die sechstbeste Leistung des Tages.
Beim Einreiten gab es für Klimke einen kurzen Schreckmoment. "Da hat Franz kurz gezuckt", berichtete sie: "Ich habe nur gedacht, bloß jetzt nicht so viel Applaus."
Der Hengst, sonst durchaus als "guckig" bekannt, fing sich aber schnell wieder und lieferte ab wie noch nie in diesem Jahr. "Er war die ganze Zeit total bei mir", sagte Klimke, "man weiß ja bei ihm nie so ganz genau, aber heute war er auf den Punkt da."

Werth und Wandres sorgen für Entscheidung

Die Entscheidung fällt im zweiten Teil am Sonntag, dann starten für Deutschland die siebenmalige Olympiasiegerin Isabell Werth (Rheinberg/16.05 Uhr) mit Quantaz und der zweimalige deutsche Vizemeister Fredric Wandres (Hagen a.T.W./19.45 Uhr) mit Duke of Britain.
Letzte Reiterin für Dänemark ist Publikumsliebling Cathrine Dufour mit Vamos Amigos, für Großbritannien geht die dreimalige Olympiasiegerin Charlotte Dujardin mit dem mächtigen Imhotep auf das Viereck. Die drei besten Reiter jeder Equipe werden gewertet, das schlechteste Ergebnis wird zum Streichresultat.
Die besten 30 Einzelreiter im Grand Prix, maximal drei pro Nation, qualifizieren sich für den Grand Prix Special, in dem am Montag die ersten Einzelmedaillen vergeben werden. Die 15 Besten im Special starten am Mittwoch in der abschließenden Grand Prix Kür.
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(SID)

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