Eurosport
Österreich und Frankreich machen in letzter Minute Olympia-Start perfekt
Von
Publiziert 03/01/2020 um 17:10 GMT+1 Uhr
Frankreich und Österreich hatten sich bei den Qualifikations-Turnieren keinen der Mannschafts-Startplätze bei den Olympischen Spielen in Tokio sichern können. Doch kurz vor dem Ende des Jahres 2019 kam von der FEI die gute Nachricht: Beide Länder sind nun doch mit einer Mannschaft beim sportlichen Höhepunkt des Jahres 2020 in Japan dabei.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Die Silvester-Feier ist bei einigen Dressurreitern in Österreich und Frankreich in diesem Jahr wohl etwas großzügiger und fröhlicher ausgefallen als zunächst geplant. Unerwartet kam für Frankreich und Österreich noch kurz vor Jahresende die Nachricht, dass eine Mannschaft dieser beiden Länder bei den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer 2020 einen Startplatz erhält.
Der Grund: Der Grand Prix de Dressage in Mechelen war die letzte Chance für Reiter aus den bereits qualifizierten Ländern Südafrika und Brasilien ihre Leistungsanforderungen zu erfüllen. Zwei von drei Reitern hatten diese Anforderungen zuvor erbracht. Doch dabei blieb es – das bedeutet: weder Südafrika noch Brasilien werden eine Mannschaft für die Olympischen Spiele in Tokio stellen.
Die Qualifizierungen für die Olympischen Spiele sind ein komplexes System. Jede Nation hat die Chance, sich bei den im Vorfeld festgelegten Qualifikations-Turnieren einen Startplatz zu sichern. Dafür ist das Abschneiden der Mannschaft entscheidend. Doch selbst wenn eine Mannschaft siegt, müssen sich drei Reiter dieser Nation auf internationalen Dressur-Turnieren ihre Zulassung mittels der Leistungsanforderungen sichern. Dabei spielt es keine Rolle, welche Reiter dies sind. Die Reiter müssen nicht zur Equipe gehören, die mit ihrer Leistung die Startgenehmigung für die Mannschaft erzielt hat. Aber es müssen drei Reiter sein, da eine olympische Mannschaft in der Dressur aus drei Reitern besteht.
Südafrika und Brasilien verpassen Olympia
Die Nationen Südafrika und Brasilien hatten ihre Mannschafts-Startgenehmigung in der Disziplin Dressur bereits in der Tasche. Doch nur zwei von drei Reitern haben es geschafft, die zwingend notwendige Anforderung fristgerecht bis zum 31.12.2019 zu erfüllen. Dafür muss ein Reiter mindestens zwei internationale Grand Prix de Dressage mit einem Ergebnis von über 66 Prozent beenden. Voraussetzung ist dabei, dass mindestens ein Fünf-Stern-Richter einer anderen Nationalität den Reiter mit mehr als 66 Prozent bewerten muss. Die letzte Chance für die jeweils dritten Reiter aus Südafrika und Brasilien war aufgrund der Frist der Grand Prix in Mechelen.
Die südafrikanische Reiterin Laurienne Dittmann blieb beim Grand Prix in Mechelen mit 62,826 Prozent unter den erforderlichen 66 Prozent. Für Brasilien trat in dieser Prüfung kein Reiter an. Daher gilt für beide Länder, dass der Mannschafts-Startplatz anders vergeben wird. Auch für diese Vergabe gibt es ein kompliziertes System, das hier aber nicht weiter erläutert werden soll. Fest steht: Frankreich und Österreich profitieren von dem Pech, das Südafrika und Brasilien hatten. Die beiden europäischen Nationen dürfen mit einer Mannschaft bei den Olympischen Spielen in Tokio im Sommer 2020 starten. (sts)
Das könnte Dich auch interessieren: Olympia 2020 in Tokio: Zeitplan, Kalender, Highlights
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung