"Heute ist ein schwieriger Tag für den Motorsport in Deutschland und Europa", sagte DTM-Chef Gerhard Berger: "Ich bedaure die Entscheidung von Audi außerordentlich. Sie ist zu respektieren, auch wenn die Kurzfristigkeit, mit der sie mitgeteilt wurde, mich, unseren Partner BMW und alle weiteren Teams vor besondere Herausforderungen stellt. Hier hätten wir uns – gerade in Corona-Zeiten – ein Vorgehen im Sinne unserer gemeinsamen Gesellschaft gewünscht."
Der frühere Formel-1-Pilot sprach von einer nun "zusätzlich verschärften" Situation, "und die Zukunft der DTM wird sehr stark davon abhängen, wie die Partner und Sponsoren auf diese Entscheidung reagieren."
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Auch BMW traf der plötzliche Rückzug des Konkurrenten und Partners unerwartet. "Wir als BMW-Group sind vom angekündigten Audi-Ausstieg überrascht worden", teilte das Unternehmen mit: "Wir haben gemeinsam mit der Dachorganisation ITR immer leidenschaftlich für die Zukunft und die Weiterentwicklung der DTM gekämpft. Wir werden die Situation und mögliche Konsequenzen jetzt aus allen Blickwinkeln bewerten."
Der Österreicher Berger erwartet von Audi nun "eine ordnungsgemäße, verantwortungsvolle und partnerschaftliche Abwicklung des geplanten Ausstiegs. Bis dahin gilt mein ganzes Engagement der Rennsaison 2020." Auch die DTM konnte ihre Saison aufgrund der Pandemie noch nicht starten, hofft aber noch auf einige Rennen in diesem Jahr.
Audi teilte mit, die Entscheidung auch "vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen infolge der Corona-Pandemie beschlossen" zu haben. Ab 2021 werde der Einsatz in der Elektro-Rennserie Formel E und im Kundensport im Mittelpunkt der Motorsport-Aktivitäten des Unternehmens stehen.
(SID)
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