Eishockey-Nationalspieler Tobias Eder an Krebs verstorben: Eisbären Berlin und DEL trauern um 26-Jährigen Stürmer

Eishockey-Nationalspieler Tobias Eder ist im Alter von 26 Jahren verstorben. Der Stürmer der Eisbären Berlin erlag den "Komplikationen eines Krebsleidens", wie der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Mittwoch mitteilte. Bei Eder war im August 2024 ein bösartiger Tumor entdeckt worden. "Die Eisbären Berlin stehen unter Schock", schrieb der Klub in einem Statement.

Eisbären Berlin trauern um Nationalspieler Tobias Eder

Fotocredit: Getty Images

An Eishockey war nicht mehr zu denken. Die Eisbären Berlin verlegten ihr Spitzenspiel in Ingolstadt, Bundestrainer Harold Kreis verzichtete auf die Nominierung für die nächsten Länderspiele. In Gedanken waren sie alle bei Tobias Eder. Der Nationalspieler, bei dem im August ein bösartiger Tumor festgestellt worden war, verstarb im Alter von nur 26 Jahren.
"Tobi hat seinen schwersten Kampf leider nicht gewonnen", schrieb der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf Instagram.
"Es ist unmöglich, jetzt die richtigen Worte zu finden." Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) teilte mit, alle Mitarbeitenden und Teamkameraden seien "fassungslos und schockiert angesichts der erschütternden Nachricht, die uns erreicht hat". Auch die DEL kondolierte und kündigte für die nächsten Spiele eine Gedenkminute an.
Eder sei den "Komplikationen eines Krebsleidens" erlegen, teilten die Eisbären mit, der Klub stehe "unter Schock". Damit beschrieben die Berliner die Stimmung in Eishockey-Deutschland: Trauer, Bestürzung, Fassungslosigkeit.

Eder erzielte im Mai erstes WM-Tor

Noch im vergangenen Mai hatte Eder mit der Nationalmannschaft in Tschechien seine erste WM bestritten, sein erstes WM-Tor erzielt und das Viertelfinale erreicht, zuvor hatte er mit Berlin seinen ersten Meistertitel gewonnen.
Die größten Erfolge seiner Karriere, die gerade erst richtig Fahrt aufnahm. "April und Mai hätten definitiv schlechter laufen können. Das ist etwas, worauf ich mein ganzes Leben lang hingearbeitet habe", sagte der Oberbayer aus Bad Tölz damals.
Nach dem Sommer kam die schockierende Diagnose. Bei der sportmedizinischen Untersuchung im Vorfeld der Saison wurde der Tumor entdeckt, Eder begab sich sofort in Behandlung. In der Eishockey-Szene fand die Nachricht eine ähnliche Resonanz wie die schwere Erkrankung des ehemaligen Nationaltorwarts Robert Müller, der 2009 nach dreijährigem Kampf gegen den Krebs verstorben war.
Eder fand viel Unterstützung - auch von den anderen Klubs der DEL. Die Adler Mannheim etwa liefen gegen Berlin beim Aufwärmen in Trikots mit seiner Rückennummer 22 und dem Schriftzug "Tobi" auf. Sein Ex-Klub Düsseldorfer EG sammelte im Oktober auf einer riesigen Genesungskarte über 1000 Unterschriften seiner Fans.

Bundestrainer sagt Videorunde ab

Die Chemo-Therapie schien zwischenzeitlich gut angeschlagen zu haben. Eder saß bei einigen Berliner Heimspielen auf der Tribüne und besuchte die Geschäftsstelle. Anfang Dezember stellte er sich sogar am Rande eines Spiels "MagentaSport" zum Interview und berichtete: "Mir geht es den Umständen entsprechend gut."
Doch sein Gesundheitszustand verschlechterte sich dramatisch. Am Dienstag erwirkten die Eisbären eine Verlegung des Auswärtsspiels beim Tabellenführer ERC Ingolstadt, das für Mittwochabend terminiert gewesen war.
Die Mannschaft sehe sich nicht in der Lage anzutreten. Und Bundestrainer Kreis, der eigentlich sein Team für die Länderspiele im Februar in der Slowakei bekanntgeben wollte, sagte die Videorunde ab.
(SID)
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung