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Playoffs: Tiefensee kassiert kurioses Gegentor bei Adler Mannheim gegen Eisbären Berlin - Ausrüstung streikt zur Unzeit
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Publiziert 02/04/2025 um 12:51 GMT+2 Uhr
Goalie Arno Tiefensee von den Adlern Mannheim kassiert im ersten Halbfinale gegen die Eisbären Berlin eines der kuriosesten Tore der DEL-Geschichte - weil die Ausrüstung hakt. Offiziell ließen die Mannerheimer nach der 1:3-Niederlage gegen die Hauptstädter verlauten, dass sich eine Schnalle an einer Schiene gelöst habe, wodurch der Knieschoner scheinbar verrutscht war.
Arno Tiefensee schaut dem Puck nach dem 0:1 hinterher
Fotocredit: Imago
Arno Tiefensee krabbelte wie ein Maikäfer über das Eis. Vergeblich versuchte der Torhüter der Adler Mannheim, wieder auf die Beine zu kommen - da schlug der Puck schon ein zu einem der kuriosesten Tore der DEL-Geschichte. Alle rätselten: Hatte der bislang so überragende Goalie sich verletzt, war die Kufe gebrochen?
"Mein erster Impuls war, dass möglicherweise etwas am Schlittschuh ist", sagte Adler-Boss Daniel Hopp in der Drittelpause des ersten Playoff-Halbfinales bei den Eisbären Berlin bei "MagentaSport", dann mutmaßte er: "Er hat ein wenig die Orientierung verloren und war zu spät zurück auf den Schlittschuhen."
Tiefensee hantierte kurz an seiner rechten Beinschiene herum, dann spielte er weiter. Nach der 1:3-Niederlage im Auftaktmatch der Best-of-seven-Serie gab es die Auflösung.
"Bei Arno ist die Schnalle der Schiene aufgegangen", hieß es offiziell vonseiten der Mannheimer. Dadurch war offenbar der Knieschoner unter der Beinschiene verrutscht, blockierte daher, der junge Torhüter konnte nicht aufstehen.
Kirk staubt ab
Die Berliner nahmen das unfreiwillige Geschenk gerne an, Liam Kirk schoss die Scheibe in aller Ruhe über den liegenden Torhüter ins Netz (22.).
Unter normalen Umständen bezwingen konnte Tiefensee nur der aktuell beste Spieler der Deutschen Eishockey Liga (DEL): Ty Ronning schlenzte nach starkem Berliner Forecheck und genialer Vorarbeit der Nationalspieler Leo Pföderl und Frederik Tiffels den Puck unhaltbar zum 2:0 in den Winkel (45.).
Damit baute der Scorerkönig der Hauptrunde seine beeindruckende Serie aus und punktete im 20. Spiel in Folge. Den DEL-Rekord von Peter Draisaitl aus der Saison 1994/95 könnte er am Freitag (19:00 Uhr) im zweiten Duell in Mannheim einstellen.
Nach dem Anschlusstreffer durch Marc Michaelis (57.) sorgte Tiffels für den Endstand, als Tiefensee das Mannheimer Tor zugunsten eines weiteren Stürmers verlassen hatte (60.). Am Ende standen für den Adler-Goalie 20 abgewehrte Schüsse zu Buche.
Tiefensee spielt sich in den Fokus
Der 22-Jährige, schon in der Hauptrunde mit drei Shutouts, einem Gegentorschnitt von 2,27 und einer Fangquote von 91,18 Prozent Nummer fünf unter den Stammtorhütern, hatte Mannheim im Viertelfinale gegen Red Bull München maßgeblich zum Weiterkommen verholfen. Kein Torhüter parierte in der Runde so viele Schüsse wie er.
Tiefensee hat sich damit nicht nur bei Bundestrainer Harold Kreis für die WM in Schweden und Dänemark (9. bis 25. Mai) in den Fokus gespielt.
Auch die Dallas Stars, die ihn im NHL-Draft 2023 auswählten und schon im vergangenen Jahr ins Talente-Camp einluden, werden im kommenden Sommer noch mal genauer hinschauen - und ihn womöglich schon in die USA holen.
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(SID)
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Quelle: SNTV
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