Finnischer Eishockeyprofi verliert halben Hoden nach Puck-Treffer: "Solche Schmerzen habe ich noch nie erlebt"

Noch nie in seinem Leben erlitt Mikko Haaparanta solche Qualen: Während eines Matches in der zweiten finnischen Liga traf den Eishockeyspieler im Dezember ein Puck mitten ins Gemächt - mit fatalen Folgen. Ein Hoden platzte und gelangte teilweise in den Hodensack, wie eine Ultraschalluntersuchung wenig später offenbarte. Eine baldige Rückkehr aufs Eis scheint der 27-Jährige aktuell auszuschließen.

Ein Puck-Treffer hatte in Finnland fatale Folgen.

Fotocredit: Imago

Schmerzen sind Eishockeyprofis gewohnt, geht es auf der Eisfläche bei Bodychecks an der Bande oder Schlägereien zwischen Gegnern doch hoch her. Aber das, was Mikko Haaparanta Mitte Dezember bei der 3:4-Niederlage n.V. in Lisalmi widerfuhr, darauf war der 1,90 m große Stürmer des Teams TuTo Hockey nicht vorbereitet.
Als ihn ein Puck unglücklich in den Unterleib traf, schwoll ein Hoden "aufs Vierfache" an - der Tiefschutz könnte etwas zu locker gesessen haben. "Solche Schmerzen habe ich noch nie erlebt. Ich bin froh, dass ich noch atmen konnte", berichtete Haaparanta jetzt der Zeitung "Iltalehti".
Nach der Rückfahrt von Lisalmi in Richtung Turku ging es für den Finnen direkt ins Universitätsspital. Dort wurde entschlossen, den Hoden zur Hälfte zu entfernen.
Die Operation sei erfolgreich verlaufen, die nächste Kontrolle stehe in drei Monaten an. "Erst dann werden wir sehen, ob der Hoden noch funktioniert oder ob er ganz entfernt werden muss", so Haaparanta.

Auszeit vom Eishockey - oder Karriereende?

Immerhin: Der zweite Hoden sei unversehrt. Doch nach der Horror-Diagnose stellt sich Haaparanta die Frage, ob die zweithöchste finnische Liga überhaupt seine "Hoden wert" sei.
"Im Moment glaube ich nicht, dass es das ist", sagte der Eishockeyspieler: "Was, wenn ich den zweiten Hoden auch noch verlieren würde?"
Eine Fortsetzung seiner Karriere scheint auf der Kippe zu stehen, seinen Vertrag in Turku hat der Angreifer aufgelöst. Bis zum Saisonende nimmt sich Haaparanta in seiner Heimatstadt Imatra eine Auszeit und versucht, "einen normalen Job zu finden".
Doch: "Die Zukunft macht mir Sorgen", betonte er im Interview.
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Quelle: SNTV


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