Als die Nationalhymne erklang, schossen den deutschen Eishockey-Frauen die Tränen in die Augen. Sie hatten zwar das letzte Spiel gewonnen, das Ticket für Olympia aber verloren. "Es tut verdammt weh", sagte Kapitänin Julia Zorn nach dem 3:2 (0:0, 2:1, 0:1, 1:0) nach Penaltyschießen gegen Dänemark bei "MagentaSport": "Irgendwo hat uns das Glück verlassen."
Der Sieg reichte nicht, nur bei einem Erfolg nach regulärer Spielzeit hätte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) noch eine Chance gehabt. Nach Toren von Tanja Eisenschmid (31.) und Lilli Welcke (35.) führte sie im zweiten Drittel mit 2:0, gab den Vorsprung aber noch aus der Hand. "Die Chancenverwertung ist uns zum Verhängnis geworden", meinte Zorn.
Malene Frandsen (40.) und Silke Glud (48.) sorgten für den Ausgleich für die Däninnen, die sich damit für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar 2022) qualifizierten.
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Zorns Penalty entschied zwar das Spiel, freuen konnte sich aber niemand. Am Ende gab's zum zweiten Mal die deutsche Hymne für den Sieger, doch ausschlaggebend war das einzige Spiel, bei dem sie nicht erklungen war: Die 0:3-Auftaktpleite gegen Österreich am vergangenen Donnerstag machte den Unterschied. Am Samstag hatte die DEB-Auswahl 4:1 gegen Italien gewonnen.

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"Wir sind bitter enttäuscht, jede wollte nach Peking", sagte Bundestrainer Thomas Schädler:
Jetzt müssen wir schauen, dass wir das Frauen-Eishockey weiter nach vorne bringen.
Schon vor vier Jahren hatte die DEB-Auswahl die Qualifikation für die Spiele in Pyeongchang verpasst. Ohne Olympia drohen Kürzungen bei den Fördergeldern und den Bundeswehrstellen für die Spielerinnen.
"Wir älteren Spielerinnen wollten allen, die nach uns kommen, einen guten Stand hinterlassen", sagte die 31-jährige Zorn, die an den Spielen 2014 in Sotschi teilgenommen hatte:
Ich glaube nicht, dass der Verband uns fallen lässt und das Frauen-Eishockey keine Zukunft hat.
DEB-Sportdirektor Christian Künast kündigte in Sachen Förderung und Bundeswehrstellen an: "In beiden Fällen finden die Gespräche im Mai 2022 statt. Wir sind trotzdem Weltranglistenachter. Das ist nicht so schlecht. Wir haben verdient, dass es, auch wenn sie sich nicht qualifiziert haben, weitergeht."
Aktuell haben 16 Nationalspielerinnen Plätze in der Sportfördergruppe der Bundeswehr, sie können wie Profis trainieren. Zorn sagte:
Alle Mädels, die nach uns kommen, sollen genauso die Chance haben, den Sport weiterzubringen.
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(SID)
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