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Olympia 2026 - Eishockey: Deutschlands Frauen fiebern erstem Spiel gegen Schweden entgegen - Mehr als "dabei sein"
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Publiziert 04/02/2026 um 10:55 GMT+1 Uhr
Das deutsche Frauen-Eishockey hat eine große Entwicklung genommen, Olympia ist der vorläufige Höhepunkt. Bei den Winterspielen in Mailand und Cortina will die DEB-Auswahl ein historisches Ergebnis einfahren. Noch nie war eine deutsche Eishockeynationalmannschaft der Frauen auf den Medaillenrängen zu finden gewesen. Das beste Ergebnis für die DEB-Frauen war ein fünfter Platz 2006 in Turin.
Arena-Bau im Zeitraffer: So entstand das Eishockeystadion in Mailand
Quelle: Eurosport
Ihren Glücksbringer wird Daria Gleißner natürlich dabei haben. Damit diesmal nichts schief geht. Nicht noch einmal. "Für mich war immer klar: Wir müssen das nochmal schaffen", erzählt die Kapitänin der deutschen Eishockey-Frauen.
2014 in Sotschi war sie schon im Olympischen Dorf, der Traum von den Spielen aber platzte wegen einer Verletzung auf den letzten Metern. In Mailand soll nun alles anders werden - auch dank der Kette mit den olympischen Ringen, die sie aus dem Gold ihrer Oma hat anfertigen lassen.
Seit dem erfolgreichen Qualifikationsturnier in Bremerhaven vor rund einem Jahr baumelt sie Gleißner in ständiger Vorfreude um den Hals. Sie sei "einfach nur glücklich", sagt die 32-Jährige, "dass mein sportlicher Lebenstraum in Erfüllung geht".
Wenn die Auswahl des deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Donnerstag (12:10 Uhr live im TV bei Eurosport und im Stream bei HBO Max) in ihre ersten Olympischen Spiele seit zwölf Jahren startet, ist es für alle Spielerinnen des 23-köpfigen Kaders eine Premiere. Auch für Gleißner, die in Russland kurz vor dem Turnierstart abgereist war.
DEB-Frauen streben historische Platzierung an
Dass sie zwölf Jahre auf ihre nächste Chance wird warten müssen, hätte sie damals zwar nicht gedacht. Aber sei's drum. Seit dem sechsten Platz von Sotschi habe sich im deutschen Frauen-Eishockey "so viel getan", sagt Gleißner, "das kann man gar nicht mehr vergleichen". Tatsächlich sind die Spiele von Mailand der vorläufige Höhepunkt einer rasanten Entwicklung. Längst geht es auch bei den Spielerinnen um mehr als nur ums "dabei sein".
"Irgendwann", sagt Gleisner, "musst du auch mal weiterschauen und fragen: Was wollen wir noch alles erreichen?" Bei Weltmeisterschaften war die Qualifikation für das Viertelfinale in den vergangenen Jahren zum Standard geworden.
Mittlerweile sei hinter den USA und Kanada, die alle 24 WM-Titel seit 1990 sowie alle sieben Olympia-Goldmedaillen seit 1998 unter sich aufgeteilt haben, "zwischen drei und sieben alles drin", meint Gleisner.
Auch bei Olympia? 2006 verzeichneten die deutschen Frauen als Fünfte in Turin ihre bislang beste Platzierung. In Mailand kämpft das DEB-Team in der Gruppe B mit Schweden, Japan, Frankreich und Gastgeber Italien um drei Viertelfinal-Tickets. "Wenn wir unser bestes Hockey spielen, bin ich mir sicher, dass wir es auch bei den Olympischen Spielen weit schaffen können", sagt Gleisner selbstbewusst.
Deutsches Eishockey-Nationalteam stark verbessert
Das kommt nicht von ungefähr. In den vergangenen Jahren ist das Niveau auch innerhalb des deutschen Teams stark angestiegen. Unter Bundestrainer Jeff MacLeod, der seit 2023 die DEB-Frauen betreut, habe sich die Mannschaft "sportlich professionalisiert", betont Gleißner.
Der Kanadier lässt sein Team mutiger und offensiver spielen. Mit Angreiferin Laura Kluge, Torhüterin Sandra Abstreiter und Verteidigerin Nina Jobst-Smith stehen zudem drei Spielerinnen aus der nordamerikanischen Profiliga PWHL im Kader.
Gleichzeitig hat sich die Aufmerksamkeit erhöht. In Mailand aber betreten Gleißner und Co. ihre bislang größte Bühne. Ein Glücksbringer kann da nicht schaden.
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(SID)
(SID)
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Quelle: Eurosport
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