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Bittere Pleite: DEB-Team scheitert bei WM

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Deutschland unterlag bei der WM auch Lettland

Fotocredit: SID

VonSID
12/05/2018 Am 13:57 | Update 12/05/2018 Am 13:58

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat die letzte realistische Chance auf das WM-Viertelfinale verspielt. Nach dem 1:3 gegen Lettland sind die Olympia-Überflieger wieder in der harten Realität gelandet. Trainer Marco Sturm suchte nicht nach Ausreden: "Es ist einfach Quatsch zu sagen, wir haben verloren, weil der eine oder andere nicht dabei war", erklärte der Silberschmied von Pyeongchang.

Mit nur fünf Punkten nach fünf Spielen ist die K.o.-Runde für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) praktisch außer Reichweite.

Sturms neuformiertes Team um den NHL-Star Leon Draisaitl müsste nicht nur seine letzten beiden Vorrundenspiele am Sonntag (20.15 Uhr) gegen den zweimaligen Weltmeister Finnland und am Dienstag (16.15 Uhr) gegen Rekord-Olympiasieger Kanada gewinnen, sondern bräuchte auch noch Schützenhilfe der Konkurrenz.

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"Es tut weh", sagte Sturm, "die Jungs haben alles gegeben. Es war mit Abstand unser bestes Spiel, wir haben viele gute Sachen gemacht. Aber wir haben zu viele Chancen liegen gelassen." Auch Verteidiger Moritz Müller meinte:

Wir haben bis zum Letzten gekämpft.

Mit Blick auf die verbleibenden Partien sagte der Kölner: "Wir wollen mit Anstand weiterspielen und uns als Mannschaft weiterentwickeln."

"Waren die bessere Mannschaft"

Zum Verhängnis wurde dem Olympiazweiten von Pyeongchang, der 2016 und 2017 unter Sturm jeweils das WM-Viertelfinale erreicht hatte, die schlechte Chancenverwertung.

Das einzige Tor erzielte der Münchner Dominik Kahun (49.). Für die Letten, die zuletzt viermal in Folge bei Weltmeisterschaften gegen die DEB-Auswahl verloren hatten, trafen vor 8997 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen Ronalds Kenins (37.), Guntis Galvins (41.) und Andris Dzerins (48.).

"Die Niederlage ist bitter", klagte Kahun, "ich denke, wir waren die bessere Mannschaft."

Mit viel Tempo und Aggressivität war das Sturm-Team ins Spiel gegangen. Harte Checks, konsequentes Forechecking, schnelles und direktes Passspiel setzten die Balten unter Druck. Auch die Paradereihe mit Draisaitl und den Olympiahelden Kahun und Yasin Ehliz ging mit deutlich mehr Geschwindigkeit zu Werke als in den Spielen zuvor.

Einziges Manko: Es sprang kein Tor dabei heraus. Die entscheidende Szene war symptomatisch: Erst tauchten US-Collegespieler Marc Michaelis und der Berliner Marcel Noebels zu zweit vor dem lettischen Tor auf.

Der Schläger eines Abwehrspielers verhinderte aber das 1:0 (37.). Quasi im Gegenzug fiel das 0:1. "Wir dürfen nicht alle Mann nach vorne rennen und fangen dann einen Konter", ärgerte sich Moritz Müller. "In manchen Szenen machte sich die Unerfahrenheit bemerkbar", meinte Sturm.

Die Hoffnung auf eine Wende im Schlussdrittel war bereits nach 15 Sekunden zerstört. Torhüter Niklas Treutle, nach starken Leistungen in den vorangegangenen Spielen gegen die USA (0:3) und Südkorea (1:6) zur Nummer eins aufgestiegen, rutschte der Puck unter der Fanghand durch.

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