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Eishockey-WM 2023: Fragen und Antworten zur Weltmeisterschaft in Finnland und Lettland
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Publiziert 11/05/2023 um 13:29 GMT+2 Uhr
Am Freitag beginnt die 86. Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland und Lettland. Was kann man von der deutschen Mannschaft erwarten, welche Dinge hat Bundestrainer Harold Kreis verändert, wer sind die Topfavoriten auf den Titel in der Eishockey-Hochburg Tampere und der lettischen Hauptstadt Riga. Die wichtigsten Fragen und Antworten vor der Eishockey-WM 2023.
Die Fragen und Antworten zur Eishockey-WM 2023
Fotocredit: Imago
Am Freitag beginnt die 86. Eishockey-Weltmeisterschaft in der finnischen Eishockey-Hochburg Tampere und in der lettischen Hauptstadt Riga.
In der Nokia Arena, die 13.300 Zuschauer fasst, finden alle Partien der Gruppe A mit der deutschen Mannschaft statt. Die Gruppe B spielt in der Arena Riga (9550). Ursprünglich war die WM nach St. Petersburg vergeben worden, wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine wurde sie Russland aber wieder entzogen.
Die Gastgeber der letzten beiden Weltmeisterschaften sprangen als Ersatz ein.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Eishockey-WM 2023:
Mit welchem Ziel geht das DEB-Team ins Turnier?
Die Direktqualifikation für die Olympischen Spiele 2026 in Mailand/Cortina ist das erklärte Ziel. Dafür könnte die Viertelfinalteilnahme reichen - vielleicht aber auch nicht. Denn noch ist offen, ob Russland - aktuell immer noch als Nummer drei der Weltrangliste geführt - in drei Jahren wieder mitspielen darf.
Erst im März 2024 soll es eine Entscheidung geben, berichtet DEB-Sportdirektor Christian Künast. Zurzeit ist Deutschland Weltranglistenneunter, müsste die Slowakei oder die Schweiz überholen, um auf jeden Fall das Direktticket zu lösen. Sonst droht ein Quali-Turnier im August nächsten Jahres.
Sollte Russland ausgeschlossen bleiben, würde auch Rang neun reichen.
Wie stark ist die deutsche Mannschaft?
Das ist die schwierigste Frage, die wohl auch der neue Bundestrainer Harold Kreis noch nicht beantworten kann.
Denn es fehlen mehr als ein Dutzend Stammspieler und Leistungsträger aus unterschiedlichen Gründen. Superstar Leon Draisaitl und Torhüter Philipp Grubauer spielen um den Stanley Cup, die NHL-Jungstars Tim Stützle und Lukas Reichel sagten ihre Teilnahme ebenso ab wie DEL-Routiniers wie Matthias Plachta, Patrick Hager oder Yasin Ehliz und die Schweden-Legionäre Tobias Rieder und Tom Kühnhackl - meist wegen Verletzungen, aber nicht immer.
"Es ist kein Wunschkonzert", sagt der Bundestrainer, der allerdings freiwillig auf die drei besten deutschen Torjäger der abgelaufenen DEL-Saison verzichtet: Maxi Kammerer, Dominik Bokk und Daniel Schmölz (je 24 Treffer).
Was spricht für das DEB-Team?
"Wir sind ein junges, schnelles Team, in dem alle hungrig sind und hart arbeiten", sagt NHL-Stürmer John-Jason Peterka.
Der 21-Jährige, der eine starke Debütsaison in der besten Eishockeyliga der Welt spielte, steht für diese Attribute - und ist bei seiner zweiten WM gleich einer der Hoffnungsträger. Neben NHL-Verteidiger Moritz Seider, der nach seiner Absage kurzfristig doch noch grünes Licht gab, und Nico Sturm: Neuling mit 28 Jahren, Stanley-Cup-Sieger im vergangenen Jahr, aber "nicht der Topscorer", wie er selbst sagt.
Was ist neu unter Kreis?
Nach den Neulingen Marco Sturm und Toni Söderholm, die die DEB-Auswahl zu Olympia-Silber 2018, einmal ins WM-Halbfinale und viermal unter die letzten Acht führten, steht einer der erfahrensten deutschen Trainer an der Bande.
Der 64-jährige Kreis, als Spieler bei acht WM-Turnieren und zwei Olympischen Spielen, will diese erfolgreiche Arbeit fortsetzen - mit bewährtem Rezept: "Wir müssen nicht viel ändern. Die Mannschaft spielt mit viel Selbstbewusstsein, versucht, das Spiel an sich zu reißen, und hat, egal gegen wen, den Gedanken: Die können wir besiegen."
Wer sind die Favoriten?
Nach zweimal Gold und einmal Silber bei den letzten drei WM-Turnieren sowie dem Olympiasieg 2022 in Peking ist Finnland aktuell die Nummer eins im Welt-Eishockey - und der Topfavorit. Mit Mikko Rantanen vom früh entthronten Stanley-Cup-Sieger Colorado Avalanche hat der Gastgeber auch den vermeintlichen Superstar des Turniers in seinen Reihen. Aber auch der große Rivale Schweden und Rekordweltmeister Kanada sind Titelkandidaten.
Wo wird die WM übertragen?
Sport1 zeigt alle Spiele komplett live auf seinen Plattformen. Im Free-TV werden über 30 Livespiele übertragen, darunter alle deutschen Duelle sowie die K.o.-Runde mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale.
Die weiteren WM-Partien sind auf dem Pay-TV-Sender Sport1+ sowie im kostenlosen Livestream und in den Apps zu sehen. Zudem zeigt MagentaSport alle deutschen Spiele sowie alle K.o.-Partien.
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(SID)
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