Eurosport
Eishockey-WM: Deutschland verliert trotz Comeback gegen die USA und muss um das Viertelfinale zittern
Von
Update 18/05/2025 um 00:14 GMT+2 Uhr
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft muss bei der Weltmeisterschaft in Dänemark und Schweden ums Viertelfinale zittern. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis verlor am Samstag trotz einer furiosen Aufholjagd gegen die USA mit 3:6 (0:3, 3:0, 0:3). Nach der zweiten Niederlage in Folge gerät die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes in der Vorrundengruppe B in Herning immer mehr unter Druck.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verliert gegen die USA
Fotocredit: Getty Images
Philipp Grubauer schüttelte nach der wilden Achterbahnfahrt gegen die USA enttäuscht den Kopf, die Auszeichnung als bester DEB-Spieler tröstete den deutschen Torhüter herzlich wenig.
Durch die zweite Niederlage in drei Tagen gerät die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in Dänemark zunehmend unter Druck.
Nach dem ernüchternden 1:5 im Klassiker gegen die Schweiz kämpfte sich das Team von Bundestrainer Harold Kreis beim 3:6 (0:3, 3:0, 0:3) gegen die amerikanische NHL-Auswahl nach einem 0:3-Rückstand zwar zurück, musste sich am Ende aber doch deutlich geschlagen geben.
"Das erste Drittel, keine Ahnung, was das war, NHL-Allstars gegen Regionalliga Süd - so ungefähr. Keine Ahnung, was wir da gemacht haben", sagte Grubauer bei "Pro7" mit Blick auf die ersten 20 Minuten. Allerdings habe das Team in der Drittelpause die richtigen Schlüsse gezogen: "Es war unglaublich, wie wir da rausgekommen sind. Am Ende war es ein ganz anderes, ein viel engeres Spiel als in den ersten 15 oder 20 Minuten."
Deutschland nun gegen Weltmeister Tschechien
Bei einer weiteren Niederlage am Montag (16:20 Uhr) gegen Weltmeister Tschechien käme es am Dienstag (20:20 Uhr) in Herning im letzten Vorrundenspiel der Gruppe B gegen Gastgeber Dänemark, das Norwegen 6:3 bezwang, zu einem Endspiel um den letzten Platz im Viertelfinale. Die Runde der letzten acht hatte die deutsche Mannschaft zuletzt bei der WM 2018 an selber Stelle verpasst.
Tage Thompson (2.), Frank Nazar (10.) und Matty Beniers (15.) erzielten die deutliche Führung der USA, die das Kreis-Team zu Beginn nach Belieben dominierten.
Die Berliner Eric Mik (29.) und Jonas Müller (35.) sowie der Ingolstädter Wojciech Stachowiak (36.) sorgten im zweiten Drittel aber für den Ausgleich. Im Schlussabschnitt entschieden Conor Garland (45.), Logan Cooley (57.) und Clayton Keller (59.) vor 9595 Zuschauern das Spiel.
Grubauer kehrt zurück, Stützle hadert
Zwei Tage nach dem Debakel gegen die Schweiz ließ Kreis die Aufstellung fast unverändert. Lediglich der Mannheimer Lukas Kälble musste in der Verteidigung für den Ingolstädter Leon Hüttl weichen, der nach einem Spiel Pause ins Team zurückkehrte. Im Tor setzte sich der Wechsel fort: Für Mathias Niederberger rückte wieder NHL-Goalie Philipp Grubauer zwischen die Pfosten.
Trotz aller Selbstkritik nach dem Schweiz-Spiel begann die deutsche Mannschaft wieder unkonzentriert und undiszipliniert: Kapitän Moritz Seider, der deutliche Worte in der Kabine angekündigt hatte, kassierte schon nach 72 Sekunden eine Strafe - 30 Sekunden später zappelte der Puck bereits im Netz. Ein Fehler von Tim Stützle leitete die nächste amerikanische Großchance ein.
Auch nach dem 0:2 wehrte sich die DEB-Auswahl kaum, es dauerte bis zur 14. Minute, ehe Justin Schütz die erste nennenswerte Torchance hatte. Nach dem dritten Gegentreffer schien die Partie bereits entschieden. "Es sind die gleichen Fehler, die wir die ganze Zeit gemacht haben", stellte Stützle nach dem ersten Drittel bei "Pro7" frustriert fest.
Schreckmoment für DEB-Goalie
"Jetzt geht's los", riefen die 3000 deutschen Fans in der Jyske Bank Boxen zum Beginn des zweiten Abschnitts. Dominik Kahun traf den Pfosten (22.), plötzlich bäumte sich das Kreis-Team auf.
Als gerade das erste Powerplay ablief, traf WM-Debütant Mik. Müller verkürzte auf 2:3, Stachowiak glich in Überzahl aus.
Kurz nach der zweiten Pause musste Grubauer vom Eis, Niederberger kam zu einem Kurzeinsatz (42.). Als Patrick Hager nach einen Kniecheck in der Kühlbox saß, kassierte der Münchner das 3:4. Dann kehrte Grubauer zwischen die Pfosten zurück (48.).
Das könnte Dich auch interessieren: "Äußerst schwergefallen": Meister Berlin gibt Boychuk ab
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/04/07/4117203-83481708-2560-1440.jpg)
Powerplay-Tor zum Fabelrekord: Ovechkin erklimmt Eishockey-Olymp
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung