Eishockey-WM 2026: Deutschland trotz Pflichtsieg gegen Großbritannien vor Aus - Schützenhilfe von Ungarn notwendig

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz so gut wie ausgeschieden. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis erledigte beim 6:3 (3:0, 1:1, 2:2) im letzten Vorrundenspiel gegen den bereits feststehenden Absteiger Großbritannien zwar seine Pflichtaufgabe, muss für das Weiterkommen aber auf gewaltige Schützenhilfe der Außenseiter aus Ungarn hoffen.

Deutschland steht bei der Eishockey-WM vor dem Aus

Fotocredit: Getty Images

Wenn das favorisierte Lettland am Dienstag (12:20 Uhr) gegen Ungarn mindestens einen Punkt holt, ist die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) wie im Vorjahr in Dänemark bereits nach der Vorrunde ausgeschieden. Die geringen Chancen waren durch den Sieg des Titelverteidigers USA gegen ebenjene Ungarn bereits weiter gesunken.
Vor der tristen Kulisse von rund 4000 Zuschauer sorgten der Schwenninger Alexander Karachun (14.), der für den verletzten Daniel Fischbuch nachgereist war, der Berliner Frederik Tiffels (20.), der Münchner Fabio Wagner (20.), Eisbär Andreas Eder (23.), NHL-Stürmer Joshua Samanski (41.) und der Mannheimer Leon Gawanke (50.) immerhin für den dritten Sieg in Folge. Für die Briten trafen Robert Dowd in seinem letzten Länderspiel (25.), Ollie Betteridge (51.) und Robert Lachowicz (55.).
Schon vorher hatte Kapitän Moritz Seider eine kritische Bilanz gezogen. "Wir haben das Turnier vorher verloren, wir haben dem Gegner viel zu viel auf dem Silbertablett präsentiert.
Sowas rächt sich", sagte der NHL-Verteidiger und verwies auf schwache Leistungen und unnötige Niederlagen zu Beginn der WM. "Jetzt stehst du da und bibberst", sagte Seider sichtlich verärgert, "das sollte nicht unser Anspruch sein."

Pleiten schmerzen Deutschland auf WM-Mission

Vor allem die Pleiten gegen Lettland (0:2), laut Seider "ein absoluter Pflichtsieg", und gegen die USA (3:4 nach Penaltyschießen), als die deutsche Mannschaft bis fünf Minuten vor Schluss noch 3:2 führte, taten am Ende weh.
Auch Kreis machte keine gute Figur: Erst schaffte es der Bundestrainer nicht, sein Team rechtzeitig für die ersten Spiele vor allem in der Offensive in Schwung zu bringen. Dann verzichtete er gegen die USA beim späten, äußerst umstrittenen Ausgleich auf eine Challenge, weil er glaubte, er könne sie nicht nehmen.
Mit einem Sieg gegen die schwächste amerikanische Mannschaft seit der WM 2010, als der inzwischen dreimalige Olympiasieger in Köln beinahe abgestiegen wäre, hätte die DEB-Auswahl aus eigener Kraft das Viertelfinale erreicht.
Die Diskussion um Kreis' Zukunft hat Fahrt aufgenommen. Schon nach der Olympia-Enttäuschung von Mailand mit allen NHL-Stars um Leon Draisaitl war der Deutsch-Kanadier in die Kritik geraten. Die Frage, ob er vor dem Turnier im eigenen Land eine neue Euphorie entfachen könnte, beantworten inzwischen viele anders als noch bei seiner Vertragsverlängerung im Dezember. Die Begeisterung nach dem Silbercoup bei seinem WM-Einstand 2023 ist längst völlig verflogen.
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(SID)
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Top Tore an Spieltag eins: Slafkovsky tanzt ganz Finnland aus

Quelle: Eurosport


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