So gesehen war Annie Hübler eine Pionierin in doppelter Hinsicht: Sie war die erste deutsche Olympiasiegerin überhaupt und weltweit die erste Wintersportlerin, die olympisches Gold gewann.
Am 29. Oktober 1908 siegte die gebürtige Münchnerin mit ihrem Partner Heinrich Burger in der olympischen Paarlauf-Konkurrenz, die bei den Sommerspielen in London stattfand, weil es Winterspiele noch gar nicht gab. Überraschend war dieser gemeinsame Erfolg nicht, das bayerische Duo hatte im gleichen Jahr auch bei den Weltmeisterschaften in St. Petersburg triumphiert.
Aber Hüblers sportliche Karriere endete schon zwei Jahre später, denn sie war nicht nur der Eiskunst zugetan. Hübler ließ sich zur Sängerin und Schauspielerin ausbilden und feierte später Erfolge am Stadttheater Bremen und an den Münchner Kammerspielen. Ihr Eispartner schlug eine juristische Laufbahn ein.
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Und es gab noch eine dritte Karriere: Als Ehefrau des Kaufhausbesitzers Ernst Horn war Hübler maßgeblich an der Leitung des gleichnamigen Kaufhauses am Stachus beteiligt. Am 5. Juli 1976 starb Hübler, die offiziell den Vornamen Anna trug, in ihrer Heimatstadt im hohen Alter von 91 Jahren.
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