Eiskunstlauf-EM: Minerva Hase und Nolan Seegert bei Olympia-Generalprobe nur Achte - alle Medaillen an Russland

Drei Wochen vor den Olympischen Spielen in Peking sind die deutschen Paarlauf-Meister Minerva Hase und Nolan Seegert in eine Formkrise geraten. Nach einer fehlerbehafteten Kür reichte es für die beiden Berliner bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Tallinn nur zu einem enttäuschenden achten Platz. Erwartungsgemäß machten die drei russischen Top-Paare die Medaillen unter sich aus.

Nolan Seegert (links) wurde positiv auf das Coronavirus getestet

Fotocredit: Getty Images

Neue Europameister wurden die Junioren-Weltmeister Anastasia Mischina und Alexander Galljamow vor Jewgenija Tarassowa und Wladimir Morosow sowie Alexandra Boikowa und Dimitri Koslowski.
Zu diesem Zeitpunkt hockten Hase und Seegert längst mit traurigen Gesichtern in den Katakomben. Zu viel war den viermaligen nationalen Titelträgern an diesem Abend misslungen. Ein krachender Sturz, eine völlig verkorkste Hebung - mit versteinerten Mienen schlich das Duo förmlich vom Eis
Aljona Savchenko litt im heimischen Oberstdorf mit dem deutschen Paar. "Man muss es als Generalprobe sehen. Es ist besser, wenn die Fehler jetzt passieren statt bei Olympia", sagte die Goldmedaillengewinnerin von Pyeongchang 2018 in der "ARD". Hase erklärte den gebrauchten Tag so: "Wir haben uns selbst zu sehr unter Druck gesetzt."
Weit an der erhofften Top-Ten-Platzierung liefen Annika Hocke und Robert Kunkel vorbei. Nach einer alles andere als optimalen Kür reichte es nur zu Rang 13, somit ging auch der dritte deutsche Startplatz für die EM 2023 in Helsinki verloren.

Schott startet mit fehlerfreiem Tango

Mit einem gefühlvollen, aber vor allem fehlerfreien Tango hatte Nicole Schott hingegen am Nachmittag einen soliden Start hingelegt. Die sechsmalige deutsche Meisterin geht als Elfte in die Kür-Entscheidung am Samstag (17:30 Uhr) und bewies bei ihrem letzten Olympiatest aufsteigende Form.
Die Essenerin scheute allerdings das letzte Risiko und hängte bei der Sprungkombination an den dreifachen Flip nur den doppelten Toe-Loop an, was Punkte kostete. Hinzu kam eine eher niedrigere Startnummer, die sich nachteilig auf die Bewertung ihrer Präsentation auswirkte.
"In Peking möchte ich dann die komplette Version mit einer Dreifach-Dreifach-Kombination zeigen. Ich brauche das, um in der Zukunft bessere Resultate zu erzielen", sagte Schott nach ihrem Auftritt. Bei ihrer Choreografie wird sie schon seit einiger Zeit von Ex-Weltmeisterin Carolina Kostner unterstützt.

Vorentscheidung fällt früh

An der Spitze fiel bereits eine Vorentscheidung. Rang eins mit 90,45 Punkten, gleichbedeutend mit einem inoffiziellen Weltrekord, sicherte sich dank eines souveränen dreifachen Axels die erst 15 Jahre alte russische Meisterin Kamila Waljewa. Schon mit deutlichem Abstand folgen Loena Hendrickx aus Belgien sowie die Russin Alexandra Trusowa auf den Plätzen zwei und drei.
Die europäischen Titelkämpfe werden am Freitag (12:00 Uhr auf Eurosport 2) mit dem Rhythmustanz der Eistänzer fortgesetzt. Am Abend wird der Titel in der Männer-Konkurrenz vergeben.
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(SID)
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Olympia 2018: Mit Weltrekord zu Gold - das Savchenko/Massot-Märchen

Quelle: Eurosport

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