Eiskunstlauf-EM: Kostner glücklich nach ihrem Comeback: "Reise geht weiter"

Glanzvolles Comeback für Carolina Kostner: Zum Auftakt der Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Ostrau hat die fast 30 Jahre "Queen Mum" der Kufenkünstlerinnen das tschechische Publikum verzückt und sich selbst rundum glücklich gemacht. "Ich konnte meine Nerven im Zaum halten, nun geht meine Reise weiter", sagte die fünfmalige Titelträgerin aus Italien.

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Sie sammelte 72,40 Punkte und ist damit nach dem Kurzprogramm exzellente Dritte. Weil sie ihren Ex-Freund, Geher-Olympiasieger Alex Schwazer, bei einer unangemeldeten Dopingkontrolle gedeckt hatte, war die Südtirolerin für insgesamt 21 Monate gesperrt worden. Ihren letzten großen Wettkampf hatte Kostner 2014 bestritten.
Im Schatten der Olympiadritten von Sotschi 2014 erarbeitete sich Nicole Schott eine hervorragende Ausgangsposition für ihre erhoffte Top-Ten-Platzierung. Die Essenerin blieb dank eines sturzfreien Vortrags nur knapp unter ihrer Saisonbestmarke und nimmt mit 56,88 Punkten Rang neun ein. Lediglich die Landung des dreifachen Rittbergers musste sie mit der Hand abstützen.
Die nationale Titelträgerin Nathalie Weinzierl hingegen überzeugte die wenigen Zuschauer in der Ostravar-Arena nicht und fuhr mit einem enttäuschten Gesichtsausdruck zurück an die Bande zu Coach Peter Sczypa. Mit 48,70 Zählern erreichte die gebürtige Saarländerin im Zwischenklassement lediglich den 22. Platz.
Am Sieg der Titelverteidigerin Jewgenija Medwedewa dürfte kaum zu rütteln sein. Die Weltmeisterin aus Russland erklomm mit herausragenden 78,92 Punkten Rang eins vor ihrer Teamkollegin Anna Pogorilaja (74,39). Für Kostner kein Grund, mit sich unzufrieden zu sein:
Schott merkte man derweil die große Erleichterung an, ohne großen Patzer durch ihre Kurzkür gekommen zu sein. "Wegen einer Knieverletzung im Dezember konnte ich zwei Wochen lang überhaupt nicht trainieren. Erst vor zwölf Tagen habe ich wieder die ersten Sprünge gemacht", berichtete der Schützling von Trainer Michael Huth. Wegen ihrer Blessur hatte die 20-Jährige auf eine Teilnahme an den nationalen Titelkämpfen verzichten müssen.
Mit weit besseren Voraussetzungen brachte Weinzierl die deutlich schlechtere Leistung. Die letztjährige EM-Siebte verwackelte ihre Sprungkombination und drehte den Rittberger nur doppelt statt dreifach. Ihr dürfte es nun sehr schwerfallen, in der Kür-Entscheidung am Freitag (18.00 Uhr/Eurosport1) gegen Schott mehr als acht Punkte aufzuholen und sich damit doch nach das Ticket für die Welttitelkämpfe Ende März zu sichern.
"Jetzt kann ich nur noch alles auf ein gutes Programm am Freitag setzen. Fehler können natürlich immer passieren, aber ich habe keine Erklärung dafür. In den letzten Tagen war alles sehr konstant", sagte Weinzierl.
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