Finlandia Trophy: Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin triumphieren trotz Ausrutscher in Finnland

Die deutschen Paarlauf-Hoffnungsträger Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin haben den Eiskunstlauf-Grand-Prix im finnischen Helsinki gewonnen. Die Vize-Weltmeister kamen in der Kür trotz eines Ausrutschers von Volodin beim dreifachen Salchow auf 136,48 Punkte, schon nach dem Kurzprogramm hatte das Berliner Duo vorne gelegen, auch dort hatte das Team bei der Todesspirale gepatzt.

Trotz Ausrutschers: Hase/Volodin gewinnen Grand Prix in Finnland

Quelle: Eurosport

Minerva-Fabienne Hase nickte nach dem Motto: "Nochmal gut gegangen".
Nikita Volodin schüttelte nach einem seiner seltenen Ausrutscher kurz den Kopf, am Ende aber überwog bei beiden die Erleichterung. Das deutsche Eiskunstlauf-Spitzenduo hat trotz zweier Stürze den Grand Prix in Finnland gewonnen - und damit Fahrt für die Medaillenmission bei Olympia aufgenommen.
"Unser Gesamteindruck ist nicht so schlecht. Wir hatten Fehler, aber vieles ist uns auch gut gelungen, und wir sind selbstbewusst gelaufen", sagte Hase.
Durch ihren zweiten Saisonsieg nach der Nebelhorn Trophy im September sicherte sich das Berliner Duo einen Platz im Grand-Prix-Finale der besten sechs Paare im japanischen Nagoya (4. bis 7. Dezember).

Hase/Volodin patzten schon im Kurzprogramm

Dabei war der Auftritt im hohen Norden nicht der erwartete Selbstläufer. Im Kurzprogramm am Freitag strauchelte Hase bei der "Todesspirale", vier Paare lagen vor dem Finale nahezu gleichauf. In der Kür stürzte Volodin gleich zu Beginn des Programms beim dreifachen Salchow, nahezu alle anderen Elemente gelangen dagegen aber ausgezeichnet.
"Wir wollten unser Programm und unsere Emotionen kontrollieren, das ist uns heute sehr gut gelungen", sagte Hase im Siegerinterview: "So etwas wie bei Nikita kann passieren, aber es war wichtig, das Programm gut zu Ende zu bekommen."
Am Ende kamen die Vize-Weltmeister auf 206,88 Gesamtpunkte und lagen damit nur knapp vor den beiden US-Duos Alisa Efimova/Misha Mitrofanov (205,49) und Ellie Kam/Danny O'Shea (199,09).

Hase/Volodin wollen bei Olympia eine Medaille

Bei ihrem ersten Grand Prix der Saison in Kanada hatten Hase/Volodin Anfang November ebenfalls nach dem Kurzprogramm in Führung gelegen, sich nach zwei Stürzen in der ungewohnt fehlerhaften Kür aber mit dem zweiten Platz zufriedengeben müssen. Die Events der Grand-Prix-Serie in Osaka/Japan und Lake Placid/USA hatte das Duo anschließend ausgelassen.
Um bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo nach Gold zu greifen, muss noch eine Steigerung her, das wusste auch Volodin. "Wir haben wirklich versucht, unsere Elemente zu kontrollieren heute. Wir wollten nicht zu viel wagen, nicht übertreiben", sagte der 26-Jährige.
Den letzten Schub Selbstvertrauen auf der internationalen Bühne können sich Hase und Volodin nun in zwei Wochen beim Grand-Prix-Finale in Japan abholen. Die letzten beiden Ausgaben 2023 und 2024 hatten die Europameister gewonnen.
(SID)
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"Dolchstoß" bei Todesspirale: Hase/Volodin trotz Patzer in Führung

Quelle: Eurosport


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