Olympia 2022: IOC beschließt keine Medaillenvergabe bei Wettbewerben mit Beteiligung von Kamila Valieva

Bei den Winterspielen in Peking werden keine Medaillen in Wettbewerben vergeben, in denen die unter Dopingverdacht stehende russische Eiskunstläuferin Kamila Valieva einen der ersten drei Plätze erreicht. Diese Entscheidung seiner Exekutive teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit. Der Sportgerichtshof CAS hatte zuvor festgelegt, dass Valieva in der Einzelkonkurrenz starten darf.

Gold im Teamwettbewerb der Eiskunstläufer für die ROC-Mannschaft

Fotocredit: Getty Images

Das IOC werde in Absprache mit den betroffenen Athleten und NOKs "eine würdige Medaillenzeremonie organisieren, sobald der Fall von Frau Valieva abgeschlossen ist".
Generell nimmt das IOC die CAS-Entscheidung "zur Kenntnis". Man müsse sich "an die Rechtsstaatlichkeit halten" und Valieva daher gestatten, am Dienstag und, falls sie sich qualifiziert, am Donnerstag im Einzelwettbewerb der Frauen anzutreten.
"Erst nach Abschluss eines ordnungsgemäßen Verfahrens kann festgestellt werden, ob Frau Valieva gegen den Welt-Anti-Doping-Code verstoßen hat und sanktioniert werden müsste", so das IOC.
Aufgrund dieser "unklaren Situation" werde "im Interesse der Fairness gegenüber allen Athleten und den betroffenen NOKs" keine Medaillenzeremonie für den Mannschaftswettbewerb im Eiskunstlauf im Rahmen der laufenden Winterspiele abgehalten - das russische Team um Valieva hatte in der ersten Olympia-Woche diese Konkurrenz für sich entschieden. Sollte Valieva im Einzel die Top Drei erreichen, werde es aus demselben Grund "keine Blumen- und Medaillenvergabe" geben.

IOC bitte um 25. Teilnehmerin beim Kür-Teil

Das IOC ersuche die Internationale Eislauf-Union (ISU) "aus Gründen der Fairness", eine 25. Teilnehmerin am Donnerstag am Kür-Teil des Wettbewerbs teilnehmen zu lassen, falls die amtierende Europameisterin Valieva am Dienstag einen der ersten 24 Plätze des Kurzprogramms erreicht.
Valieva war am 25. Dezember 2021 bei den russischen Meisterschaften positiv auf die verbotene Substanz Trimetazidin getestet worden. Das Ergebnis lag jedoch erst nach dem Sieg im olympischen Teamwettbewerb am 8. Februar vor. Die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA hob die verpflichtende Suspendierung nach einem Einspruch auf - dagegen waren das IOC, die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und die ISU vorgegangen.
(SID)
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"Nicht von dieser Welt": Valieva brilliert im Kurzprogramm

Quelle: Eurosport

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