Olympia 2026: 16 Eiskunstläufer aus 13 Ländern - Franzose Benoit Richaud verblüfft als Trainingsjacken-Chamäleon
VonLukas Fegers
Publiziert 11/02/2026 um 15:38 GMT+1 Uhr
16 Athleten aus insgesamt 13 Nationen: So viele Eiskunstläufer betreut der Franzose Benoit Richaud bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Eine kuriose und anspruchsvolle Konstellation zugleich, wie der Eiskunstlauf-Choreograf im "BBC"-Podcast "More than the Score" berichtete: "Es ist emotional tatsächlich sehr anstrengend, denn es hängt ja davon ab, wie es läuft."
Medaille im Visier: Frankreichs Siao Him Fa mit starkem Kurzprogramm
Quelle: Eurosport
Aufmerksame Zuschauer der Eiskunstlauf-Wettbewerbe könnten am Dienstag gedacht haben, sie sähen doppelt. Denn als der Franzose Adam Siao Him Fa und der Georgier Nika Egadze mit den Startnummern 25 und 26 hintereinander in der Mailänder Ice Skating Arena antraten, saß Richaud jeweils als Choreograf am Seitenrand - in unterschiedlichen Trainingsjacken.
"Die Leute lachen, weil ich immer schwarz trage. Und jetzt fragen sich alle: Wie ist das möglich, dass wir Benoit in anderen Farben sehen?", erzählte der 38-Jährige im Interview mit der "BBC".
Dabei waren der Franzose und der Georgier nicht die einzigen beiden Athleten, die Richaud beim Kurzprogramm der Männer unterstützte. Insgesamt sieben der von ihm betreuten Eiskunstläufer standen am Dienstagabend auf dem Eis.
Auf der offiziellen Olympia-Website wurde Richaud allerdings "nur" für vier Starter als Trainer aufgeführt: Neben Siao Him Fa, Europameister von 2023 und 2024, und dem amtierenden Europameister Egadze waren das der US-Amerikaner Max Naumov sowie der kanadische Einzellauf-Meister Stephen Gogolev. Das genügte aber sicherlich, um die TV-Zuschauer zu verwirren.
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Meist in Schwarz, doch bei Olympia ein Trainingsjacken-Chamäleon: Eiskunstlauf-Choreograf Benoit Richaud.
Fotocredit: Getty Images
Hoher logistischer Aufwand für Richaud
Der schnelle Wechsel zwischen Coaching und Betreuung von Athleten unterschiedlicher Nationen ist für Richaud mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden. Dazu zählt, wie es direkt ins Auge sticht, natürlich die Möglichkeit, kurzfristig seine Trainingsjacken zu tauschen.
"Normalerweise lege ich alles in die Garderobe des Eiskunstläufers", erklärte Richaud, der selbst zwischen 2005 und 2009 für Frankreich um Medaillen kämpfte. Eigentlich sei das nicht erlaubt, "aber sie lassen mich einige Sachen dort unterbringen". Und selbst wenn es auf diese Weise mal nicht klappen sollte, gäbe es immer einen Teamleiter oder Manager der Nationalmannschaften, der die Jacken aufbewahre und ihm gebe.
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Übrigens: Der Wettstreit am Dienstag war nicht der erste dieser Winterspiele, in dem Richaud als Trainingsjacken-Chamäleon überraschte. Schon am Sonntag war er in wechselnden Farben zu sehen, als er beim Teamwettbewerb dem Georgier Egadze und dem Kanadier Gogolev innerhalb weniger Minuten zur Seite stand.
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Quelle: Eurosport
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